Schutzkonzept gegen Missbrauch im Bistum Mainz erarbeitet

Kirchliche Einrichtungen zu sicheren Orten machen

Im Bistum Mainz ist ein institutionelles Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt erarbeitet worden. Die Handreichung soll im Mai in gedruckter Form an Pfarreien und weitere Rechtsträger im Bistum versandt werden.

Symbolbild Missbrauch / © TetianaDov (shutterstock)

Das teilte die Diözese am Mittwoch mit. Ziel des Präventionskonzepts sei es, kirchliche Einrichtungen zu sicheren Orten zu machen, an denen sich Kinder, Jugendliche oder hilfsbedürftige Erwachsene entfalten könnten, ohne Schaden zu nehmen, sagte Stephanie Rieth als zuständige Bevollmächtigte des Generalvikars Udo Markus Bentz.

Eine "Kultur der Achtsamkeit" solle zu einem wesentlichen Bestandteil der alltäglichen Arbeit werden, hieß es. Der Band soll mit vielen Vorlagen, Ideen und Methoden Leitungsverantwortliche dabei unterstützen, Schutzkonzepte vor Ort zu erarbeiten. Denn die Umsetzung der Konzepte müssen die jeweiligen Rechtsträger gewährleisten.

Erarbeitung mit Mitgliedern aus verschiedenen Bereichen

Erarbeitet wurde die Handreichung vom "Runden Tisch Prävention gegen sexualisierte Gewalt" unter Leitung der Präventionsbeauftragten Constanze Coridaß. Weitere Mitglieder kommen aus den Arbeitsbereichen Jugend, Schule, Kirchenmusik, Gemeinden, Kindertagesstätten, Caritas und Orden.

Die Erstellung von institutionellen Schutzkonzepten als Bündelung von Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt gilt laut Bistum inzwischen als verbindlicher Standard im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. Gemeinsam mit der Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Kerstin Claus, und ihrem Vorgänger im Amt, Johannes-Wilhelm Rörig, wurden dabei Standards definiert, die auch in anderen Bereichen wie Schulen, Kindertagesstätten oder Sportstätten maßgeblich sind.

Quelle:
KNA