Antisemitismusbeauftragter fordert Konsequenzen

Schulen sollen judenfeindliche Vorfälle melden

Durchgreifen erwünscht: Nachdem drei Schüler nach einem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald antisemitische Lieder abgespielt haben sollen, fordert der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Konsequenzen.

Junge mit Kippa (shutterstock)

"Ich setze mich für die Einführung einer generellen Meldepflicht für antisemitische Vorfälle in der Schule ein, wie es sie derzeit bereits in Berlin und Baden-Württemberg gibt", sagte Felix Klein der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Er begründete dies damit, dass es für eine Schule dann keine offenen Fragen gebe, "dann muss sie solche Vorfälle anzeigen und dem nachgehen."

Zugleich lobte der Antisemitismus-Beauftragte den Schritt der Schule aus dem hessischen Grünberg, den Vorfall der Polizei zu melden.

Lektion lernen

"Herabwürdigung und Beleidigung von Juden werden in Deutschland nicht geduldet - ich wünsche mir, dass die Jugendlichen diese Lektion aus der konsequenten Reaktion der Schule gelernt haben."

Klein forderte, gegen jede Art von Antisemitismus entschieden vorzugehen, auch in einem geschützten Raum wie der Schule. "Aus meiner Sicht zeigt dieser Fall, wie sich die Verrohung unserer Gesellschaft auf den Anstieg von Antisemitismus auswirken kann."

Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung: Felix Klein / © Rene Bertrand (dpa)
Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung: Felix Klein / © Rene Bertrand ( dpa )
Quelle:
KNA