Weltweit erste katholische Kampagnenplattform online

Schon 5.000 Mitglieder

In Spanien ist die den Angaben zufolge weltweit erste katholische Kampagnenplattform gestartet. Betreiberin des Portals "Tufirma.org", was "Deine Unterschrift" bedeutet, ist die spanische Stiftung Neuevangelisierung für das 21. Jahrhundert.

Symbolbild Soziale Medien und Kirche / © Puwadon Sang (shutterstock)
Symbolbild Soziale Medien und Kirche / © Puwadon Sang ( shutterstock )

Das berichtete das Portal Vatican News. Demnach will das spanischsprachige Angebot Einzelpersonen wie Organisationen die Möglichkeit bieten, ihre Anliegen bekannt zu machen.

Werden Christen zum Schweigen gebracht?

Dass Katholiken aus dem öffentlichen Raum fast verschwunden seien, werde von politischen und staatlichen Stellen wie auch Interessengruppen "ausgenutzt, um die Stimme der Christen weiter zum Schweigen zu bringen", sagte Stiftungspräsident Alex Rosal laut Vatican News.

Man wolle "denen eine Stimme geben, die keine Kanäle haben, um sich auszudrücken", sagte Rosal. Auf Tufirma.org könnten "Katholiken im Allgemeinen und viele Menschen guten Willens" ihre Meinung äußern und ihre Ziele öffentlich darstellen.

Eingrenzung der Themen

Voraussetzung sei, dass es um Themen wie Lebensschutz, Religionsfreiheit, Unterstützung von Priestern, Ordensleuten, kirchlichen Bewegungen, Kirchen, Denkmäler oder Petitionen an Politiker oder Bewusstseinsbildung geht. Sowohl globale als auch nationale oder lokale Petitionen und Anfragen sind dabei möglich.

Benutzer können nach einer Registrierung die eigene Kampagne mit Text und Bildern erstellen, bis seitens der Stiftung die Freigabe erfolgt. Die Stiftung entstand 2012 in Madrid als Antwort auf den Aufruf des damaligen Papstes Benedikt XVI. zur Neuevangelisierung. Sie untersteht laut Website dem Erzbischof von Madrid.

Schon 5.000 Unterstützer

Am Mittwochnachmittag hatten die ersten Kampagnen der Plattform insgesamt 5.000 Unterstützer. Sie drehten sich um den Erhalt bedrohter historischer Kreuze, die Wiederaufnahme einer religiösen Bezeichnung bei einem traditionellen Fest, die Rücknahme eines Gesetzesentwurfes für die Gleichstellung Transsexueller, die Einrichtung eigener Lebensschutz-Ausschüsse in katholischen Pfarrgemeinden sowie gegen angebliche Zensur beim Versandhändler Amazon oder auf Twitter.

Quelle:
KNA