Religiöse Menschen weltweit unter Druck - Hintergründe zur Studie des Pew Research Centers

 (DR)

Diskriminierungen und Gewalt gegen religiöse Minderheiten weltweit nehmen laut einer Studie des "Pew Research Center" weiter zu. Besonders betroffen sind laut der in Washington (Montag Ortszeit) vorgestellten Untersuchung der Nahe Osten und Nordafrika. Aber auch in Asien und Europa wachse der Druck auf religiöse Menschen. So gebe es in Europa in 20 Ländern beispielsweise Beschränkungen beim Tragen religiös motivierter Kleidung.

Allein 2017 hätten 52 Staaten weltweit Restriktionen gegen bestimmte Glaubensgemeinschaften verhängt, heißt es in der Studie. Noch zehn Jahre zuvor seien 12 Staaten weniger gezählt worden. Besonderen Repressionen sind Minderheitsreligionen demnach im Nahen Osten und in Nordafrika ausgesetzt.

In 17 der 20 Länder des Nahen Ostens sei der Islam die offizielle Staatsreligion. Saudi-Arabien habe Gesetze gegen Versuche, die "grundlegenden Prinzipien des Islams infrage zu stellen". In Asien begünstige Thailands neue Verfassung den Buddhismus. In China sei es nur ausgewählten Gemeinschaften erlaubt, Gottesdienste zu feiern.

Interreligiöse Spannungen und Gewalttaten haben Pew zufolge dagegen weltweit nachgelassen. 2017 habe es in 57 Ländern Auseinandersetzungen zwischen Religionsgruppen gegeben, 34 weniger als noch 2007. Das renommierte Institut untersuchte 198 Länderberichte auf der Basis von Informationen von Nichtregierungsorganisationen, Regierungen und den Vereinten Nationen. (kna)