Vor einem halben Jahrhundert war der Oman noch nahezu unzugänglich, abgeschottet und rückständig. Seitdem Sultan Qaboss seinen Vater 1970 vom Thron stürzte und zudem Öl- und Gasvorkommen erschlossen wurden, hat sich das Land grundlegend gewandelt. Aber: der Oman geht einen ganz eigenen Weg in die Moderne. Qaboss investiert das Geld in Bildung und Infrastruktur, fördert besonders die Frauen, hat es über alle Stammesstrukturen hinweg geschafft, dass ein Nationalbewusstsein entstand. Auch deshalb, weil er trotz aller Modernisierung die kulturelle Tradition des Landes bewahren will.
Die Kultur des Omans reicht 3000 Jahre weit zurück, als die Nomaden und Seefahrer bereits vom Handel lebten; ihre Handelsrouten wie die Weihrauchstraße erstreckten sich von Afrika bis weit hinein nach Asien. Im Landesinneren entwickelten sie ein ganz eigenes System aus unterirdischen Kanälen, um die Oasen zu bewässern und schufen aus Lehm Festungen und Städte.
Der Oman ist heute nicht mehr nur ein Land für Abenteurer. Auch der „normale“ Kulturreisende findet sich Dank des ausgebauten Wegenetzes und der gastfreundlichen Omanis gut zurecht. Aber vor allem in der Hauptreisezeit Oktober bis März, sollten die Unterkünfte vorab gebucht werden. Und der Rat erfahrener Reiseführer kann hilfreich sein, um den Aufenthalt im Oman gut vorzuplanen. Eine solche Reisführerin ist Julietta Baums, sie ist Gast in der Sendung und Autorin eines Reisführers über den Oman. (siehe Infokasten)
(Wdhlg. v. 16.5.14)