Regensburg feiert 150 Jahre Domtürme

 (DR)

Die Vollendung der Regensburger Domtürme vor 150 Jahren ist Stadt und Kirche ein Jubiläum wert: Vom 29. Mai bis 29. September stehen etliche Veranstaltungen auf dem Programm, über das am Mittwoch bei einer Pressekonferenz informiert wurde. Es gibt Ausstellungen, Konzerte und Führungen.

Der Nürnberger Konzeptkünstler Otmar Hörl setzt sich erstmals mit Architektur auseinander. Er präsentiert auf dem Neupfarrplatz 500 gegossene Mini-Dome in Farbe. In der letzten Septemberwoche inszeniert der französische Lichtkünstler Benoit Quero eine Illumination der Westfassade der Kathedrale mit Musikuntermalung.

Versprochen wird ein Spektakel, wie es noch nie zuvor in Deutschland zu sehen gewesen sein soll. Die Stadt hat sich ihren Jubiläumsbeitrag 320.000 Euro kosten lassen. Der Eintritt ist frei, die Installation beginnt nach Eintritt der Dämmerung. 

Das Diözesanmuseum Sankt Ulrich erzählt unter dem Titel "Zwei Türme für den König" die Entwicklungsgeschichte der 105 Meter hohen Türme im gotischen Stil. Die Ausstellung geht auch auf den Aufwand ein, der seit ihrem Abschluss 1869 bis heute zum Erhalt getrieben werden muss. Studenten haben eine 3D-Brille entwickelt, mit der Ausstellungsbesucher virtuell zwischen den Türmen balancieren können.

Die Domtürme selbst bleiben für das Publikum unersteigbar. Die bis zu den Helmen führenden Wendeltreppen sind zu steil, die Durchschlüpfe zu niedrig. Auch für das Jubiläum war keine Ausnahmegenehmigung zu bekommen - aus Sicherheitsgründen. (KNA, 22.5.19)