Caritas fordert politische Lösung zu Flüchtlingsstreit

Recht auf Asyl

Caritas international hat Polen und Belarus zu einer menschlichen Flüchtlingspolitik an ihrer gemeinsamen Grenze aufgerufen. Die Hilfsorganisation warf den Grenzbehörden beider Staaten vor, durch brutales Vorgehen Menschenleben zu gefährden.

Flüchtlinge an der Grenze zwischen Polen und Belarus / © Attila Husejnow (dpa)
Flüchtlinge an der Grenze zwischen Polen und Belarus / © Attila Husejnow ( dpa )

Zuletzt seien sechs Flüchtlinge unter tragischen Umständen ums Leben gekommen, sagte Caritaspräsident Peter Neher am Dienstag in Freiburg. Er forderte, geltendes Recht umzusetzen und Menschen an der EU-Außengrenze ihr Recht auf einen Asylantrag zu gewähren.

Polnische Grenzschützer wiesen die Menschen derzeit rechtswidrig zurück; gleichzeitig verhindere Belarus die Rückkehr auf das eigene Staatsgebiet. Der Caritasverband rief die EU zu einer politischen Lösung auf. Es sei zu wenig, Polen nur Unterstützung durch die europäische Grenz- und Küstenwache anzubieten.

Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes  / © Harald Oppitz (KNA)
Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA
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