Wirtschaftskrisen und Spekulation sind kein neues Phänomen. Wirtschaftskrisen gehören zum Kapitalismus wie Gewitter zu einem heißen Sommertag. Vielfach ist die Wahrnehmung der heutigen Situation durch unzutreffende historische Analogien verzerrt. Unsere Erwartungen werden durch Ausnahmesituationen bestimmt: Im Positiven durch die Boom-Phase der Nachkriegszeit, im Negativen durch die Weltwirtschaftskrise von 1929 mit ihren apokalyptischen Folgen. Werner Plumpe ist Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er gibt exemplarisch Einblicke zu Arten, Ursachen und Verläufen von Wirtschaftskrisen in der Geschichte. Erst wer geschichtliche Gegebenheiten kennt, kann gegenwärtige Vorkommnisse in rechter Weise einordnen und beurteilen.
Prof. Plumpe hielt seinen Vortrag im Oktober 2013 im Domforum Köln.