Prof. Dr. Manfred Becker-Huberti

Der Hoppeditz

Brauchtumsforscher Becker-Huberti setzt sich in seinem Vortrag mit der bekannten Düsseldorfer Narrenfigur auseinander. Wie viele Figuren und Traditionen im Karneval, so hat auch der Hoppeditz christliche Wurzeln, die sehr alt sind.

Die Düsseldorfer Karnevalsfigur Hoppeditz spricht auf dem Marktplatz / © Federico Gambarini (dpa)
Die Düsseldorfer Karnevalsfigur Hoppeditz spricht auf dem Marktplatz / © Federico Gambarini ( dpa )

Jedes Jahr am 11.11. erwacht pünktlich um 11 Uhr 11 der Hoppeditz in seinem Senftöpfchen auf dem Düsseldorfer Marktplatz vor dem Rathaus zum Leben. Von dort aus hält er die gewitzte Eröffnungsrede der neuen Karnevalssession, die vom jeweiligen Oberbürgermeister auf dem Rathausbalkon erwidert wird. Am Aschermittwoch jedoch endet das Leben des Hoppeditz, der dann als Puppe eingeäschert und symbolisch zu Grabe getragen wird, um am nächsten 11.11. wieder zu neuem Leben zu erwachen. Der Brauchtumsforscher Manfred Becker-Huberti zeigt die Ursprünge dieser Karnevalsfigur auf, die auf den heiligen Martin von Tours zurückgehen. Denn wie der ganze Karneval an die Feste und Geschehnisse des Kirchenjahres gekoppelt ist, so gibt es auch zu den Symbolfiguren und Bräuchen interessante Vorlagen und Parallelen.

Professor Becker-Huberti hielt seinen Vortrag im September 2022 im Museum der Stadt Ratingen anlässlich einer Veranstaltung des Vereins Ratinger We-iter e.V.