Der 2024 seliggesprochene Friedensaktivist und NS-Märtyrer Max Josef Metzger (1887–1944) hatte nach Angaben des Freiburger Priesters Christian Heß durchaus Fehler. "Er war in jüngeren Jahren sehr ungestüm", so der Experte, der intensiv über Metzger geforscht hat, in einem Interview der "Badischen Zeitung" .
Der aus Südbaden stammende Priester Metzger habe sehr vieles sehr schnell erreichen wollen, was zu Konflikten geführt habe.
"Im Laufe der Jahre hat er dann gelernt, Ausschau zu halten nach Gleichgesinnten", sagte Heß.
Vegan gelebt
Metzger sei zu sich selbst sehr streng gewesen. "Er hat damals schon vegan gelebt und keinen Alkohol getrunken – mit Ausnahme der winzigen Menge Messwein im Gottesdienst", sagte Heß.
Metzger stammte aus dem badischen Schopfheim und gründete nach dem Ersten Weltkrieg mehrere katholische Friedensgruppen. Seine pazifistische Haltung und seine Ablehnung der NS-Ideologie brachten ihn in Konflikt mit dem Hitler-Regime.
Er wurde mehrfach verhaftet und im Oktober 1943 in einem Schauprozess in Berlin zum Tod verurteilt. Metzger wurde am 17. April 1944 in Brandenburg an der Havel hingerichtet. Am 17. November 2024 wurde Metzger im Freiburger Münster seliggesprochen.