Pilgerweg führt zu Kirchen, Kapellen und dem Schalke-Stadion

Für Fußballfans und Pilger

Das Thema "Gott und Fußball" verbindet ein neuer Pilgerweg, der jetzt in Gelsenkirchen eröffnet wurde. Der 14,7 Kilometer lange Wanderweg "Extratour 04" startet an der St. Joseph-Kirche, die an der "Schalker Meile" liegt.

Veltins Arena von FC Schalke 04 in Gelsenkirchen / © Fabian Strauch (dpa)
Veltins Arena von FC Schalke 04 in Gelsenkirchen / © Fabian Strauch ( dpa )

Vor jedem Heimspiel des Vereins wird die St. Joseph-Kirche für Fußballfans öffnet, wie das Ruhrbistum am Donnerstag in Essen mitteilte. Weitere Stationen auf dem nach Norden führenden Pilgerweg sind unter anderem die Glückauf-Kampfbahn, die frühere Heimspielstätte des FC Schalke 04, und das jetzige Stadion, die Veltins-Arena.

Auf der zweiten Etappe der Tour – nördlich des Stadions – bewegen sich die Wanderer durch viel Natur. Zum Innehalten laden unter anderem die Sieben-Schmerzen-Kapelle im Westerholter Wald oder die St.-Michael-Kirche im Stadtteil Hassel ein. Dort endet die "Extratour 04" und vollzieht den Anschluss ans Netz der Pilgerwege.

Projekt von Gelsenkirchener Schule

Die "Extratour 04" ergänzt das rund 250 Kilometer lange Netz der Pilgerwege im Bistum Essen. Entstanden sei der neue Pilgerweg als Projekt eines Religionskurses am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Gelsenkirchen-Buer, hieß es. Gemeinsam mit der Seelsorgerin Laura Meemann von der örtlichen Pfarrei St. Urbanus und Religionslehrer Martin Miebach hätten vier Schülerinnen und Schüler des Projektkurses "Pilgern" im vergangenen Schuljahr den Weg entwickelt.

"Das Besondere an diesem Weg ist, dass er Fußball und Religiöses miteinander verbindet. Er soll damit nicht nur für klassische Pilgerinnen und Pilger, sondern auch für Fußballfans interessant sein", sagte Meemann. "Außerdem wird auf dem Weg deutlich, wie nah sich Fußball und Religionen an vielen Stellen sind." Der neue Pilgerweg ist mit den offiziellen Wanderzeichen des Sauerländischen Gebirgsvereins markiert und auf gängigen Internetportalen abrufbar.

Bistum Essen

Das Bistum Essen ist eines der jüngsten und kleinsten unter den 27 römisch-katholischen Bistümern in Deutschland. Auch in Nordrhein-Westfalen ist es mit 1.877 Quadratkilometern und knapp 680.000 Mitgliedern das kleinste Bistum.

Es wurde am 1. Januar 1958 aus Teilen der (Erz-)Bistümer Köln, Münster und Paderborn errichtet; damals zählte die Diözese noch rund 1,5 Millionen Mitglieder.

Blick auf den Essener Dom / © frantic00 (shutterstock)
Quelle:
epd