Nach Randale und versuchten Pinkelattacken schützen nun transparente Stellwände den Hauptaltar des Petersdoms. Wie die Dombauhütte von Sankt Peter mitteilte, handelt es sich um eine mobile Absperrung aus Polycarbonatplatten, die jederzeit wieder abgebaut werden könne.
Immer wieder seien Menschen ohne Erlaubnis in den Bereich um den Altar eingedrungen, hätten dort randaliert und gotteslästerliche Handlungen begangen, begründen die Zuständigen die neue Maßnahme. Dies hätte nicht nur die Heiligkeit des Ortes beleidigt, sondern auch die Täter selbst und die Sicherheit der architektonischen Elemente und liturgischen Gegenstände gefährdet.
Nackte Männer und beschädigte Kerzenleuchter
Der Hochaltar direkt unter dem Bernini-Baldachin ist immer wieder Ziel von Attacken. Ende 2025 ließ dort ein Mann vor Hunderten Touristen die Hose herunter und versuchte zu urinieren. Ein paar Monate zuvor kletterte eine psychisch kranke Person auf den Altar und warf kostbare Kerzenleuchter aus dem 19. Jahrhundert zu Boden, von denen einige beschädigt wurden.
Davor protestierte ein nackter Mann mit der Aufschrift "Rettet die Kinder in der Ukraine" auf dem Rücken auf dem berühmten Altar. Nach Schändungen dieser Art wird stets eine Bußliturgie vollzogen, um die Würde des Ortes wiederherzustellen.