Pessachfest im Heiligen Land

Israel riegelt Palästinensergebiete zu Feiertagen ab

Anlässlich des bevorstehenden jüdischen Pessachfests schließt Israel die Grenzübergänge zum Gazastreifen und den Palästinensergebieten. Nach Medienberichten werden Palästinenser ab Donnerstagnachmittag nur in Ausnahmefällen durchgelassen. 

Blick über die Altstadt von Jerusalem / © Stefanie Järkel (dpa)
Blick über die Altstadt von Jerusalem / © Stefanie Järkel ( dpa )

Die Regelung gilt demnach bis zum 7. April um Mitternacht. Als Ausnahmen werden etwa medizinische Notfälle angeführt. Unklar ist, ob Christen aus dem Gazastreifen in diesem Jahr zu den zentralen Osterfeiern in Jerusalem ausreisen dürfen.

Reisegenehmigungen nach Sicherheitsprüfung

Die israelische Koordinationsstelle für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten (COGAT) hatte die Erteilung von 500 Reisegenehmigungen für Christen für den Zeitraum vom 1. bis 15. April in Aussicht gestellt, diese jedoch von Sicherheitsüberprüfungen und davon abhängig gemacht, ob die nach Weihnachten illegal in Israel verbliebenen Christen in den Gazastreifen zurückkehren.

Nach Angaben des katholischen Pfarrers von Gaza-Stadt, Mario Da Silva, sind 21 Christen nicht in den Gazastreifen zurückgekehrt, darunter drei Katholiken aus seiner Pfarrei.

Israel riegelt zu jüdischen Feiertagen mit Verweis auf Sicherheitsvorkehrungen regelmäßig die Grenzübergänge zwischen dem Westjordanland und Jerusalem für Palästinenser ab. Das jüdische Pessachfest beginnt in diesem Jahr mit Sonnenuntergang des 30. März und endet am 7. April mit Anbruch der Dunkelheit.

Quelle:
KNA