Preacher Slam im Erzbistum Köln

Persönliche Glaubenszeugnisse zum Nachdenken

Auch wenn das Forum Katechese im Erzbistum Köln wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt ist, findet an diesem Freitag der Preacher Slam statt. Das ist Kleinkunst mit persönlichen Glaubensbekenntnissen, sagt der zuständige Diakon.

Der Preacher Slam findet dieses Jahr online statt / © vectorfusionart (shutterstock)
Der Preacher Slam findet dieses Jahr online statt / © vectorfusionart ( shutterstock )

DOMRADIO.DE: Poetry Slam haben die meisten schon mal gehört. Was ist der Preacher Slam?

Tobias Wiegelmann (Zuständiger Diakon für Katechese und Sakramentenpastoral im Erzbistum Köln): Streng genommen ist der Preacher Slam auch ein Poetry Slam. Das ist eigentlich Kleinkunst, würde man sagen. Den Preacher Slam macht aus, dass es eigentlich immer persönliche Glaubenszeugnisse sind.

Die Themen sind so gesetzt, dass sie mit dem Themenbereich Spiritualität bei uns tatsächlich mit dem christlichen Glauben zu tun haben. Wenn man die Wirkung der Beiträge anguckt, dann ist es beim Preacher Slam häufiger mal still im Publikum als beim Poetry Slam, weil das die Menschen auch wirklich zum Nachdenken bringt.

DOMRADIO.DE: Der Preacher Slam findet immer im Rahmen des Forums Katechese statt, bei dem sich Katechetinnen und Katecheten, die in den Gemeinden zum Beispiel bei der Kommunions- oder Firmvorbereitung aktiv sind, neuen Input holen können. Coronabedingt muss das dieses Jahr ausfallen, aber der Preacher Slam findet trotzdem statt. Warum ist Ihnen der so wichtig?

Wiegelmann: Als klar war, dass das Forum Katechese nicht wie sonst stattfinden kann, wollten wir nicht lange trauern, sondern haben geguckt, was möglich ist. Dazu gehört eben der Preacher Slam und das Nachtgebet, die beide am 26. Juni online stattfinden. Das Format Preacher Slam eignet sich gut für Online. Wir wollen das Forum Katechese so bis ins nächste Jahr wachhalten.

DOMRADIO.DE: Das Thema für den Preacher Slam haben Sie anlässlich dieser Coronavirus-Pandemie nochmal geändert. Die vorgetragenen Texte sollen sich um Hoffnung drehen. Was dürfen wir da vom Preacher Slam in diesem Jahr erhoffen?

Wiegelmann: Wir haben gesagt, wir passen es ein bisschen an, und Hoffnung ist das, was wir gerade alle in dieser Zeit brauchen. Inhaltlich kann ich noch gar nichts sagen, weil ich die Beiträge nicht kenne. Aber wir dürfen ja auf jeden Fall auf vier tolle Kandidatinnen und Kandidaten hoffen. Ich habe mit allen schon Kontakt gehabt, geschrieben und darf so viel versprechen: Es wird sehr spannend sein.

Marco Michalzik, ein bekannter Poetry Slammer, ist den ganzen Tag bei uns und wird die Vier noch mal coachen. Ab dem 27. Juni stehen dann die Beiträge im Netz. Darauf dürfen Sie hoffen und damit auch auf hoffentlich gute Unterhaltung und einiges Tiefgründiges zum Nachdenken.

DOMRADIO.DE: Marco Michalzik, bekannt als Poetry Slammer und Songtexter für die Band "Koenige & Priester", hat im vergangenen Jahr auch schon beim Preacher Slam die Kandidaten gecoacht. Hat das gut geklappt?

Weigelmann: Ja, das kann man ja heute noch sehen, das war sehr erfolgreich. Auch die Kandidaten haben gesagt, dass der Workshop ihnen gutgetan und sie nach vorne gebracht hat, auch um noch mal ein paar Feinheiten in ihr Programm hineinzubekommen.


Diakon Tobias Wiegelmann / © Becker (Erzbistum Köln)
Quelle:
DR