Großeinsatz am Kölner Dom

Passant hält Wolke für Rauch

​Eine kuriose Verwechslung hat am Kölner Dom für einen nächtlichen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Ein Passant hatte eine besonders tief hängende Wolke an der Kathedrale für Rauch gehalten und die Feuerwehr alarmiert.

Kölner Dom im Nebel bei Mondschein / © Mathias Peter (DR)
Kölner Dom im Nebel bei Mondschein / © Mathias Peter ( DR )

Laut WDR rückten vier Löschzüge mit insgesamt mehr als 100 Einsatzkräften aus, nachdem Passanten eine vermeintliche Qualmwolke am nördlichen Turm der Kathedrale gemeldet hatten. Auch die Feuerwehrleute hätten bei ihrem Eintreffen den Eindruck gehabt, der Turm sei von dichtem Qualm umhüllt, so der Sender weiter.

Tief sitzende Wolke am Turm

Zwei Erkundungstrupps seien daraufhin am Turm hochgeklettert. Dort hätten sie aber weder Feuerschein noch Rauch feststellen können. Der vermeintliche Rauch habe sich als Wolke herausgestellt, die wegen der Wetterlage über dem Turm festgehangen habe.

"Die Wolke ist so am Nordturm hängengeblieben, dass es von unten nach Rauch aussah", sagte der Feuerwehrsprecher. Nach etwa einer Stunde sei der Einsatz beendet gewesen. 

Der Ernstfall

Aber was geschieht, wenn es aus welchen Gründen auch immer dennoch zum Brand kommt? "Bei Feuer im Dom rennt so gut wie alles", sagt einer, der es wissen muss: Mark Koch. Der Brandmeister arbeitet bei der Berufsfeuerwehr Köln und gibt regelmäßig Schulungen für Betriebe.

Er wäre bei einem etwaigen Dom-Brand mit im Einsatz. "Wenn es im Kölner Wahrzeichen einen Alarm gibt, ist nahezu die Hälfte aller Berufsfeuerwehr-Leute auf dem Sprung, um zu helfen." Vier Löschzüge mit jeweils 15 Mann Besatzung plus Einsatzleitung, Notarzt und Polizei - "ist schon eine Menge Holz". Der Dom gehöre mit Alarmstufe "Feuer 4" zu den "sensibelsten" Gebäuden in Köln.

Kölner Feuerwehr im Einsatz / © Federico Gambarini (dpa)
Kölner Feuerwehr im Einsatz / © Federico Gambarini ( dpa )
Quelle:
KNA , dpa