Einige von ihnen sind Kinder von Vatikanangestellten. Während der Feier am Sonntagmorgen erfüllte immer wieder Säuglingsgeschrei den Kirchenraum unter den weltberühmten Michelangelo-Fresken.
In seiner Predigt verteidigte der Papst die von manchen kritisierte kirchliche Tradition der Taufe unmündiger Kinder. Er sagte:
"Wenn wir wissen, dass ein Gut notwendig ist, wollen wir es sogleich jenen geben, die wir lieben. Wer von uns würde die Neugeborenen ohne Kleidung oder ohne Nahrung lassen und darauf warten, dass sie erst als Erwachsene Kleidung und Nahrung wählen? Wenn aber Nahrung und Kleidung lebensnotwendig sind, dann ist der Glaube mehr als notwendig, denn mit Gott findet das Leben zum Heil."
Kindertaufe durch Papst hat Tradition
Die Kindertaufe durch den Papst findet alljährlich in der ersten Januarhälfte am ersten Sonntag nach dem Hochfest Epiphanie statt. Früher tauften die Päpste im Petersdom, 1983 verlegte Papst Johannes Paul II. diese Zeremonie dauerhaft in die Sixtinische Kapelle.
Die Taufe ist die rituelle Aufnahme eines Menschen in die Glaubensgemeinschaft der Kirche. Alljährlich werden weltweit rund 15 Millionen Menschen katholisch getauft, die meisten von ihnen sind kleine Kinder.