Papst Leo XIV. hat am Montag die politische Führung von Bosnien-Herzegowina empfangen. Neben dem Vorsitzenden des drei Mitglieder umfassenden Staatspräsidiums, Zeljko Komsic, nahmen auch die Mitglieder Denis Becirovic und Zeljka Cvijanovic teil, wie der Vatikan mitteilte.
Bei anschließenden Gesprächen mit dem vatikanischen Außenbeauftragten Erzbischof Paul Richard Gallagher ging es laut Mitteilung auch um Frieden und Sicherheit auf dem Westbalkan. Außerdem wurden die Auswirkungen der anhaltenden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten besprochen.
Ebenso betonten die Gesprächsteilnehmer die guten Beziehungen zwischen dem Balkanland und dem Heiligen Stuhl. Es gelte, durch Dialog die Stabilität des Landes sowie die rechtliche und soziale Gleichstellung aller seiner Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten.
Kroaten, Serben und Muslime
Der kroatische Repräsentant Komsic war bereits Anfang 2022 von Papst Franziskus empfangen worden. Auch bosnische Serben und Muslime verfügen über jeweils einen eigenen Vertreter im Präsidium. Vor über 30 Jahren tobte in der Region ein Krieg, der sich vor allem durch das Massaker von Srebrenica ins historische Gedächtnis einbrannte. Die Kämpfe endeten mit dem Abkommen von Dayton 1995.