Ein massives Polizeiaufgebot begleitete die bunte Protestdemonstration. Die Protestierenden kritisierten vor allem den Umgang mit Sexualität innerhalb der katholischen Kirche. Initiiert worden war der Zug unter dem Motto "Keine Macht den Dogmen" - angelehnt an den Slogan "Keine Macht den Drogen" - von einem Bündnis aus 67 Organisationen.
Nach Angaben eines Polizeisprechers verlief die Demonstration friedlich. Besondere Vorkommnisse seien nicht zu verzeichnen gewesen.
Abschlusskundgebung vor St. Hedwigskathedrale
Nach mehreren Redebeiträgen am Potsdamer Platz sollte sich der Protestzug, zu dem ursprünglich bis zu 20.000 Menschen erwartet wurden, durch die Berliner Innenstadt in Bewegung setzen. Der Zug sollte über den Boulevard "Unter den Linden" ziehen. Dort sollte es am Abend eine Abschlusskundgebung geben.
Gestaltet wurde der Protestzug durch insgesamt zwölf Wagen. Mit eigenen Wagen beteiligten sich an der Parade unter anderem die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die Linkspartei, die Aids-Hilfe und die Jusos. Ein Wagen wurde von den beiden suspendierten katholischen Theologen gestaltet, die am Vorabend in einer evangelischen Kirche zu einer Eucharistiefeier eingeladen hatten. Die Abschlusskundgebung war für 19 Uhr vor der katholischen St. Hedwigskathedrale geplant.
Papst-Gegner versammeln sich am Potsdamer Platz
Bunter Protestzug
Zeitgleich zur Rede von Benedikt XVI. im Bundestag haben in Berlin-Mitte mehrere tausend Menschen gegen den Deutschlandbesuch des Papstes demonstriert. Sie kamen nur wenige hundert Meter vom Reichstag entfernt zusammen.
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