Papst erinnert zum Weltmissionssonntag an verfolgte Missionare

Von Michael Sinnott weiterhin keine Spur

Papst Benedikt XVI. hat die verfolgten und getöteten Missionare in aller Welt gewürdigt. Beim Angelusgebet am Sonntag auf dem Petersplatz erinnerte er besonders an den irischen Priester Michael Sinnott, der vor einer Woche auf den Philippinen entführt worden war. Von dem 78-Jährigen fehlt weiterhin jede Spur.

 (DR)

Zugleich rief der Papst alle Katholiken auf, die jungen Kirchen in den armen Ländern materiell und geistlich zu unterstützen. Den Missionswerken dankte er für ihren "kostbaren Dienst" in der Weitergabe des Glaubens. Der vorletzte Sonntag im Oktober wird von der katholischen Kirche als Weltmissionssonntag begangen. In den deutschen Bistümern findet der jährliche Aktionstag abweichend am vierten Oktobersonntag statt.

Benedikt XVI. nannte die Mission "die Grundlage für das Leben der Kirche". Wenn die Kirche dem Auftrag Jesu Christi treu bleiben wolle, müsse für sie die Verkündigung des Evangeliums vorrangig und unaufschiebbar sein. "Es liegt an uns getauften und gefirmten Christen, den Völkern der Erde und den Menschen um uns heute Jesus Christus, das Heil der Welt, nahezubringen, der Frieden, Einheit, Versöhnung und neues Leben schenkt", sagte der Papst auf Deutsch. Katholiken sollten dafür um die nötige "Leidenschaft, den Mut und Elan" bitten.