Päpstlicher Sonderbeauftragter tritt Dienst in Medjugorje an

"Ausschließlich pastorale Aufgabe"

Der polnische Erzbischof Henryk Hoser wird an diesem Sonntag seine Tätigkeit als Apostolischer Visitator in der Pfarrei Medjugorje in Bosnien-Herzegowina aufnehmen. Hoser wurde von Papst Franziskus dazu ernannt.

Marienstatue in Medjugorje / © Christoph Scholz (KNA)
Marienstatue in Medjugorje / © Christoph Scholz ( KNA )

Anlässlich des Amtsantritts von Erzbischof Hoser als Sonderbeauftragter für den bosnischen Marienwallfahrtsort Medjugorje findet am Sonntagabend eine Messe mit ansässigen Katholiken und Pilgern statt, meldete der Informationsdienst "Vatican News". Papst Franziskus hatte Hoser als emeritierten Leiter des Bistums Warschau-Praga mit der Begleitung der Pfarrei und der Pilger in Medjugorje beauftragt. Es handle sich um eine "ausschließlich pastorale Aufgabe in Fortsetzung der Mission als Sondergesandter des Heiligen Stuhls", hieß es bei der Ernennung im Mai.

Bericht über Seelsorgepraktiken vor Ort

Hoser, seit 2008 Leiter des Bistums Warschau-Praga, war vergangenen Dezember in Ruhestand getreten. Im Februar 2017 hatte Franziskus den ehemaligen Missionar und Mitarbeiter der Missionskongregation im Vatikan nach Medjugorje entsandt, um die Seelsorgepraxis im Umfeld der dort angeblich stattfindenden Marienerscheinungen zu untersuchen. Im Juni 2017 legte Hoser seinen Bericht vor.

Bezüglich der Erscheinungen selbst äußerte Hoser in Interviews die Einschätzung, die ersten der seit 1981 berichteten Phänomene könnten als echt anerkannt werden. Inzwischen ereigneten sich rund 42.000 weitere Visionen.

 

Erzbischof Henryk Hoser / © Thomas Krolak (KNA)
Erzbischof Henryk Hoser / © Thomas Krolak ( KNA )
Quelle:
KNA , VN