Deutlich weniger Priester in Italien

Noch nicht "alarmierend"

Priestermangel wird auch im katholisch geprägten Italien zunehmend zum Problem. Laut einer aktuellen Auswertung der Italienischen Bischofskonferenz beträgt die Zahl der Priester in dem Mittelmeerland aktuell rund 31.800.

Liturgische Gewänder in einer Sakristei / © Martin Jehnichen (KNA)
Liturgische Gewänder in einer Sakristei / © Martin Jehnichen ( KNA )

Dies seien elf Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. Ohne den verstärkten Zuzug ausländischer Geistlicher wäre diese Entwicklung noch deutlicher ausgefallen, hieß es. Ihr Anteil liege in Italien mittlerweile bei 8,3 Prozent.

Das Land hat rund 25.600 katholische Gemeinden. In diesen arbeiten etwa 15.100 Priester; mehr als die Hälfte sind demnach nicht als Gemeindepfarrer tätig. Das Durchschnittsalter aller Priester liegt nach Angaben der Bischofskonferenz bei 60,6 Jahren.

"Nicht alarmierend"

Der Zuständige der Bischofskonferenz für Berufungspastoral, Michele Gianola, bezeichnete die Zahlen zwar als "nicht alarmierend".

Allerdings müsse man sie ernsthaft betrachten. Einer Kirche, die keine Seelsorger mehr hervorbringe, drohe "der Atem auszugehen", so Gianola. Er forderte alle aktiven Katholiken auf, sich einzubringen und "mutig den Weg kirchlicher Erneuerung" mitzugehen.

Priesterweihe durch Papst Franziskus (Archiv) / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Priesterweihe durch Papst Franziskus (Archiv) / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )
Ein graues und ein weißes Collarhemd / © Cristian Gennari (KNA)
Ein graues und ein weißes Collarhemd / © Cristian Gennari ( KNA )
Quelle:
KNA