Noch keine Ermittlungserfolge in Sachen Reliquiendiebstahl

Weiter verschollen

Im Fall der aus dem Kölner Dom gestohlenen Papstreliquie hat die Polizei noch keine Ermittlungserfolge. Die Fahndung erstrecke sich auch über die Domstadt hinaus, sagte eine Sprecherin der Kölner Polizei am Donnerstag.

Reliquie von Papst Johannes Paul II. (dpa)
Reliquie von Papst Johannes Paul II. / ( dpa )

Die Ermittlungen laufen. Unter anderem werde im Internet recherchiert, ob die Glaskapsel mit einem Blutstropfen von Papst Johannes Paul II. (1920-2005) angeboten werde. Bislang seien bei der Polizei noch keine Hinweise auf den Verbleib der Reliquie eingegangen, die am Wochenende aus dem Dom gestohlen wurde.

Finderlohn ausgesetzt

Das Domkapitel hatte am Montag 1.500 Euro Belohnung für Hinweise zur Wiederbeschaffung der Reliquie ausgesetzt; am Dienstag wurde die Summe durch private Spender auf 3.200 Euro aufgestockt. Dompropst Gerd Bachner appellierte auch an die Kölner "Unterwelt", sich für die Rückkehr des Glasröhrchens in den Dom einzusetzen.

Wiederholter Tatort: Kölner Dom

Die Polizeisprecherin verwies auf einen ähnlichen Fall 1996 beim Diebstahl eines Vortragekreuzes aus der Domschatzkammer. Damals hatte der "König der Unterwelt" Heinrich Schäfer, genannt "Schäfers Nas", an der Rückgabe des Kunstwerks mitgewirkt. Für die Ermittler würden auch "Unterweltgrößen" als ganz normale Zeugen geführt, so die Sprecherin.

Papst-Reliquie

Bei der zwischen Samstagabend und Sonntagfrüh entwendeten Reliquie handelt es sich um ein Stoffläppchen mit einem Blutstropfen des 2014 heiliggesprochenen Papstes Johannes Paul II. Dabei wurde der von dem Düsseldorfer Bildhauer Bert Gerresheim angefertigte Schrein aufgehebelt und das Glasröhrchen entwendet. Die Reliquie befand sich seit Dezember 2013 im Dom und erinnerte an den Besuch des Papstes 1980 in Köln.


Quelle:
KNA