Bischof Wilmer besorgt über chinesische Politik

"Nicht in Passivität verfallen"

Politik und Kirche müssen sich nach Einschätzung der Deutschen Kommission Justitia et Pax stärker mit dem Verhältnis zu China auseinandersetzen. Justitia et Pax-Bischof Wilmer sieht die Kirche dabei als Brückenfunktion.

Bischof Heiner Wilmer im Gespräch / © Harald Oppitz (KNA)
Bischof Heiner Wilmer im Gespräch / © Harald Oppitz ( KNA )

"Die EU darf gegenüber der Volksrepublik China nicht in Passivität verfallen", sagte der Vorsitzende der Kommission, der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer, am Samstag in Berlin. China strebe seit längerer Zeit nach einer Weltmachtstellung, doch diese Tendenz werde weder im gesellschaftlichen noch im kirchlichen Diskurs ausreichend wahrgenommen.

Sorge um Religions- und Menschenrechtspolitik Chinas

Es gelte, die Beziehungen zu dem Land "proaktiv auf Basis des Wertekanons der EU und der universellen Menschenrechte zu gestalten", betonte Wilmer. Dazu gehöre die Bereitschaft eines jeden, den anderen verstehen zu wollen. "Die Kirche kann dabei eine wichtige Brückenfunktion einnehmen." Besorgt zeigte sich die Kommission über die Religions- und Menschenrechtspolitik der Volksrepublik sowie über deren außenpolitisches Agieren.

Quelle:
KNA
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