"Denkmahnmal" im Stephansdom für Opfer des Terroranschlags

Nicht nur ein Zeichen der Trauer

Im Wiener Stephansdom erinnert ein Kunstwerk an die Opfer des Terroranschlags vom 2. November 2020: Das "Denkmahnmal" besteht aus Resten von Kerzen, Blumen, Kränzen und Texten von den Orten des Anschlags.

Stephansdom in Wien / © Georg Hochmuth (dpa)
Stephansdom in Wien / © Georg Hochmuth ( dpa )

Es wolle in der Fastenzeit zum Innehalten, Denken und Beten für die Opfer der Bluttat einladen, erklärte Dompfarrer Toni Faber am Mittwoch in Wien. Die Installation des von dem Künstlerehepaar Susanne Detrüs Habarta und Peter Petrus Habarta geleiteten Teams ist bis 8. März in der katholischen Bischofskirche zu sehen.

Anschlag am Allerseelentag

Nach dem Terroranschlag vom Allerseelentag 2020 kamen Tausende in die Wiener Innenstadt, um Kerzen, Blumen, Kränze und Texte an den Orten des Geschehens abzulegen. Diese wurden Ende Januar entfernt und an Wiener Museen sowie und an die Künstler übergeben.

"Hoffnung schaffen"

"Mit dem Denkmal wollten die Künstler nicht nur ein Zeichen der Trauer, sondern auch der Hoffnung schaffen", sagte Peter Habarta der Wiener Presseagentur Kathpress. Es sei eine Herausforderung für das Team gewesen, sich nicht von der Trauer überwältigen zu lassen, so Habarta.

So stünden die sechs stilisierten Menschen auf dem Kunstwerk sinnbildlich für alle Religionen und Weltanschauungen ebenso wie für Hoffnung und Leben.

Bei dem Anschlag in der Wiener Innenstadt am Abend des 2. November kamen vier Passanten ums Leben, mehr als 20 Personen wurden teils schwer verletzt. Der Attentäter wurde nach wenigen Minuten von der Polizei erschossen.


Quelle:
KNA