Neueröffnung von Maria Vesperbild ist erneut verschoben

Hinter dem Zeitplan

Die Wiedereröffnung der Wallfahrtskirche im überregional bekannten Pilgerort Maria Vesperbild verschiebt sich erneut. Eigentlich sollte der Termin am 16. Oktober gefeiert werden. Doch noch sind die Bauarbeiten nicht beendet.

Maria Vesperbild / © Simon Koy (KNA)
Maria Vesperbild / © Simon Koy ( KNA )

"Wichtige Renovierungsarbeiten werden einfach nicht termingerecht fertig", teilte die Wallfahrtsdirektion der bayerisch-schwäbischen Gebetsstätte mit. Neues Datum für den Renovierungsabschluss ist demnach nun der 30. April 2023.

Dann soll der Augsburger Bischof Bertram Meier, zu dessen Bistum Maria Vesperbild zählt, dort ein Pontifikalamt feiern.

Eine der meistbesuchten Wallfahrtsstätten Süddeutschlands

Maria Vesperbild gehört zu den meistbesuchten Wallfahrtsstätten Süddeutschlands. Jedes Jahr werden dort - wenn nicht gerade Pandemie herrscht - Hunderttausende Gläubige gezählt.

Immerhin könnten ab 16. Oktober, dem örtlichen Kirchweihfest, die Sonntagsgottesdienste schon wieder in der Wallfahrtskirche stattfinden, hieß es weiter. Um größere Pilgeransammlungen willkommen heißen zu können, sei jedoch noch zu viel zu tun. So müssten beispielsweise zahlreiche Bänke in der Kirche hergerichtet werden.

Sicherung von Fresken in der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild / © Christopher Beschnitt (KNA)
Sicherung von Fresken in der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild / © Christopher Beschnitt ( KNA )

Die Wallfahrtskirche Mariä Schmerzen von 1755 wird seit September 2019 saniert. Ursprünglich waren die Arbeiten auf zwei, später dann auf drei Jahre angelegt. Die Kirche gilt als bedeutendes Bau- und Kunstdenkmal mit herausragenden Deckenfresken, exzellentem Rokokostuck und einem seltenen barocken Hochaltar.

In dessen Zentrum steht ein geschnitztes Gnadenbild, das Maria mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß zeigt. In der linken Hand hält sie ein Tränentüchlein. Die letzte vorherige Sanierung der Wallfahrtskirche 1986 beschränkte sich weitgehend auf Reinigungen und Schönheitsreparaturen.

Renovierung kostet rund drei Millionen Euro

Die Kosten für die Renovierung belaufen sich inzwischen auf gut drei Millionen Euro, wie Wallfahrtsdirektor Erwin Reichart der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) auf Anfrage sagte. Anfangs waren sie noch auf knapp 2,7 Millionen Euro veranschlagt worden. Rund 1,6 Millionen Euro der Summe trage das zuständige Bistum Augsburg.

Zudem gebe es Zuschüsse etwa von Stiftungen. Etwa 900.000 Euro habe man an Spenden gesammelt, mindestens weitere 100.000 Euro müsse man auf diesem Weg noch zusammentragen.

Bistum Augsburg in Kürze

Das Bistum Augsburg zählt zu den großen deutschen Diözesen. Gemessen an Mitgliederzahl und Finanzkraft ist es das zweitgrößte in Bayern. Es umfasst rund 13.700 Quadratkilometer und erstreckt sich von Neu-Ulm bis zum Starnberger See und vom Donau-Ries bis zu den Allgäuer Alpen. Die rund 1.000 Pfarreien werden seit 2012 und noch bis 2025 zu rund 200 Pfarreiengemeinschaften zusammengeführt.

Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg / © Kurt-Georg Rabe (shutterstock)
Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg / © Kurt-Georg Rabe ( shutterstock )
Quelle:
KNA