Neue Wallfahrtsstätte Werl eröffnet

"Räume der Begegnung"

Wallfahrtsbasilika und Pilgerkloster seien kostbare Orte, sagte Erzbischof Becker bei einem Gottesdienst am Ostermontag. Im Anschluss weihte er alle Etagen des umgebauten Pilgerklosters des Marienwallfahrtsortes.

Historische Basilika im Zentrum von Werl (shutterstock)
Historische Basilika im Zentrum von Werl / ( shutterstock )

Das Erzbistum Paderborn hat sein neues Wallfahrtszentrum in Werl eröffnet. Wallfahrtsbasilika und Pilgerkloster seien kostbare Orte, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker bei einem Gottesdienst in Werl am Ostermontag. Sie böten "Räume der Begegnung und der Herzensbildung, Räume zum Beten, Staunen und Danken". Anschließend weihte er alle Etagen des umgebauten Pilgerklosters ein. Werl ist mit jährlich rund 100.000 Pilgern einer der größten Marienwallfahrtsorte in Deutschland.

Erzbischof Hans-Josef Becker / © Andreas Kühlken (KNA)
Erzbischof Hans-Josef Becker / © Andreas Kühlken ( KNA )

Im ehemaligen Klostergebäude ist laut Erzbistum nun ein Pilgersaal für rund 160 Menschen eingerichtet. Die Hälfte der etwa 3.600 Quadratmeter großen Gesamtfläche steht der Marienwallfahrt Werl mit Verwaltung und Pilgerunterbringung zur Verfügung, wobei bis zu 80 Besuchende übernachten können. Hinzu kommen zwei Wohnungen für Geistliche, Übernachtungsmöglichkeiten für zwei Obdachlose, der Wohnraum für den Konvent der Ursulinen und das Büro des Dekanats Hellweg.

Im Jahr 2019 hatten die Franziskaner wegen Nachwuchsmangels den Wallfahrtsort Werl und ihr Kloster verlassen. Seitdem kümmern sich Seelsorgende des Erzbistums Paderborn um die Wallfahrt rund um das Gnadenbild der "Trösterin der Betrübten". Die vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammende Mariendarstellung wurde erst im benachbarten Soest verehrt. Im Zuge der Reformation gelangte die Statue 1661 ins katholische Werl.

Was bedeutet "Wallfahrt"?

Das Wort "Wallfahrt" stammt vom Wort "wallen" ab und bedeutet in eine bestimmte Richtung zu ziehen oder unterwegs zu sein. Durch das lateinische Wort "Peregrinatio religiosa" meint es einen Besuch in einer Pilgerstätte mit dem Zurücklegen eines Pilgerwegs. Eher das Ziel steht bei einer Wallfahrt im Vordergrund, weniger der Weg. 

Aus dem Grund sind Christen früher wie heute an bestimmten Heiligen Stätten besonders nahe: im Heiligen Land, an Gräbern von Aposteln, in Rom, Assisi, Lourdes, Loreto, Fatima, Altötting, Kevelaer, Werl, Telgte oder Bethen. 

Keine Wallfahrt nach Altötting / © Armin Weigel (dpa)
Keine Wallfahrt nach Altötting / © Armin Weigel ( dpa )
Quelle:
KNA