Kirchen im Bistum Aachen weichen dem Tagebau

Neubau im Nachbarort

Erneut weichen im rheinischen Braunkohlerevier Kirchengebäude dem Tagebau. Der Konzern RWE hat darüber eine Einigung mit der Pfarrei Christkönig in Erkelenz erzielt. Ein neues Gemeindezentrum soll in einem Nachbarort errichtet werden.

Braunkohlebagger im Tagebau / © Marius Becker (dpa)
Braunkohlebagger im Tagebau / © Marius Becker ( dpa )

Zwei Kirchen in den Ortsteilen Keyenburg und Kuckum, eine Kapelle in Berverath sowie Pfarrhäuser und Pfarrheime sollen langfristig abgerissen werden. Ein Termin dafür stehe noch nicht fest, sagte RWE-Sprecher Guido Steffen am Mittwoch. Frühestens 2023 werde der Tagebau das erste Kirchengebäude erreichen.

Blick nach vorne richten

Pfarrer Werner Rombach sagte, aus bisher drei Gotteshäusern und einer Kapelle werde künftig ein Gemeindezentrum in Erkelenz-Nord. Schätzungsweise 90 Prozent der Gemeindemitglieder hätten damit auch ihren Frieden gemacht. Ihre Haltung sei: "Wir haben 30 Jahre gekämpft, jetzt wollen wir den Blick nach vorn richten." Das neue Gemeindezentrum werde voraussichtlich 2021/22 fertig werden.

Für Rombach ist es schon das dritte Mal, dass er Gotteshäuser für den Tagebau aufgeben muss: Zuvor waren es die Kirche in Erkelenz-Immerath mit ihren charakteristischen Doppeltürmen und die Kirche St. Martinus in Erkelenz-Borschemich. Alle gehörten zum Einzugsbereich des Pfarrers.

Quelle:
dpa
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