Motorradfahrer rast auf der Flucht vor der Polizei durch Ostersegnung

Ohne Fahrerlaubnis

Gefährliches Spektakel zu Ostern. In einer kleinen Gemeinde im Herzen Österreichs wurden Gläubige am Karsamstag bei einer Speisensegnung durch einen flüchtigen Motorradfahrer aufgescheucht. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand.

Motorradfahrer Symbolbild / © Netpixi (shutterstock)

In Österreich ist ein Motorradfahrer am Karsamstag auf der Flucht vor der Polizei durch eine traditionelle Speisensegnung gerast. Wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Sonntag mitteilte, hatte sich der 18-Jährige zuvor einer Verkehrskontrolle entzogen. "Seine Flucht führte in weiterer Folge durch die Osterspeisensegnung in Proleb, wodurch er durch seine Fahrweise mehrere Personen gefährdete."

Wegen fahrlässiger Gemeingefährdung angezeigt

Verletzt wurde laut Behörde niemand. Kurz nachdem der Oster-Rowdy über eine Fußgängerbrücke entkommen konnte, wurde er in seiner Wohnung gestellt. Er besaß laut Polizei keine Fahrerlaubnis für sein Motorrad und wurde wegen Verwaltungsübertretungen sowie wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit und fahrlässiger Gemeingefährdung angezeigt.

In weiten Teilen Österreichs, Deutschlands und anderer katholisch geprägter Länder werden nach der Osternachtsfeier das Osterbrot, Eier, Fleisch, Butter oder Honig für das Osterfrühstück gesegnet.

Ostern

An Ostern feiern Christen ihr wichtigstes Fest: die Auferstehung Jesu am dritten Tag nach dem Tod am Kreuz. Die Botschaft von Kreuz und Auferstehung ist das Fundament ihres Glaubens. Kerngehalt ist, "dass am Ende das Leben über den Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht, die Liebe über den Hass und selbst über den Tod siegen wird", so der katholische Katechismus.

Seit dem Konzil von Nizäa im Jahre 325 wird das älteste Fest der Christenheit am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert.

Osterkerzen / © Harald Oppitz (KNA)
Osterkerzen / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA