Missio und Bistum Dresden-Meißen starten Weltmissions-Monat

"Synodalität in der Großstadt"

Das katholische Hilfswerk Missio hat gemeinsam mit der Akademie des Bistums Dresden-Meißen den "Monat der Weltmission" eingeläutet. Den Auftakt bildete eine Digitalkonferenz in Leipzig zum Thema "Synodalität in der Großstadt".

Ein Missionar bei einer Familie, die in einem Stück Rohr lebt (KNA)
Ein Missionar bei einer Familie, die in einem Stück Rohr lebt / ( KNA )

Auf einer Digitalkonferenz mit Gästen aus Deutschland, Luxemburg, Kenia, Venezuela, den Philippinen und den USA stand am Donnerstag in Leipzig das Thema "Synodalität in der Großstadt" im Zentrum, wie Missio-Präsident Dirk Bingener zum Auftakt sagte. Vorträge und Berichte befassten sich mit pastoralen Herausforderungen in urbanen Regionen in Asien, Afrika und Lateinamerika.

Polarisierungen in der Kirche

Es gehe darum, Brücken zu bauen zwischen den Erfahrungen in Deutschland und auf anderen Kontinenten, aber auch "zwischen den Polarisierungen in der Kirche", sagte der Direktor der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen, Thomas Arnold. Vielleicht könne "Synodalität für die Ökumene ein neuer Impulsgeber" werden: "Es geht doch nicht um das Schaffen einer zweiten evangelischen Kirche, sondern um die Sehnsucht, wieder eins zu werden." Papst Franziskus hatte im Juni zum katholischen Reformprojekt "Synodaler Weg" gesagt, es gebe bereits eine sehr gute evangelische Kirche in Deutschland und es brauche keine zweite.

Arnold warb für Veränderungen in der katholischen Kirche, die am Anfang ihres synodalen Weges stehe und noch kein fertiges Rezept habe. "Die Krise der Kirche verlangt aber eine rasche Klärung, damit wir Glaubwürdigkeit zurückerlangen", unterstrich der Akademiedirektor. Er wünsche sich für die Kirche mehr Urbanität, mehr Intellektualität und mehr Internationalität, "vor allem aber mehr Begegnung".

Pastorale Arbeit im Slum

Auf dem Programm der Konferenz stand unter anderem ein Vortrag des Geistlichen Firmin Koffi über Herausforderungen der pastoralen Arbeit im größten Slum von Nairobi, Kibera. Über die Arbeit in großen Städten auf Papua-Neuguinea und den Salomonen wollte der Missio-Direktor in Papua-Neuguinea, Victor Roche, sprechen. Den Abschluss sollte ein Podium mit dem Augsburger Bischof Bertram Meier und Gästen aus den USA, Kenia und Kuba über internationale Perspektiven von Synodalität bilden.

Am Sonntag wird mit einem Pontifikalamt in Dresden die offizielle Eröffnung des Monats der Weltmission gefeiert. Beteiligt sind an dem Gottesdienst neben Missio-Präsident Bingener der Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, und Gäste aus Kenia. Der Gottesdienst in der Kathedrale Sanctissimae Trinitatis, der ehemaligen katholischen Hofkirche, wird live vom Kölner Bistumssender domradio.de übertragen. Der Monat der Weltmission endet am 23. Oktober.

"Monat der Weltmission" nimmt Kenia in den Blick

Kenia steht im Zentrum des diesjährigen "Monats der Weltmission" (Oktober). Unter dem biblischen Motto "Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben" stellt das katholische Hilfswerk missio München Projektpartner vor, die sich für Menschen und ihre Belange in dem ostafrikanischen Land engagieren. Dieses gilt als Hoffnungsträger und ist eines der stabilsten Länder in der Region. So ist der Staat Zufluchtsort für Tausende Einwanderer aus weitaus schwierigeren Herkunftsgebieten wie Äthiopien, Somalia und dem Südsudan.

Eine Frau in Kenia steht auf einem verdorrten Maisfeld / © Dong Jianghui/XinHua (dpa)
Eine Frau in Kenia steht auf einem verdorrten Maisfeld / © Dong Jianghui/XinHua ( dpa )

Quelle:
epd