Magdeburg zeigt Originale aus dem "Heiligen Römischen Reich"

Von Ottonen, Saliern und Staufern

Mit einem Festakt ist am Samstag in Magdeburg der erste Teil einer Ausstellung zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation eröffnet worden. Zu sehen sind im Kulturhistorischen Museum der Elbestadt mehr als 400 kostbare Exponate aus 13 Ländern. Darunter befinden sich Urkunden, Bücher, Goldschmiedearbeiten und Skulpturen.

 (DR)

Mit einem Festakt ist am Samstag in Magdeburg der erste Teil einer Ausstellung zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation eröffnet worden. Zu sehen sind im Kulturhistorischen Museum der Elbestadt mehr als 400 kostbare Exponate aus 13 Ländern. Darunter befinden sich Urkunden, Bücher, Goldschmiedearbeiten und Skulpturen. Hören Sie mehr zu dem Thema im domradio-Interview.

Hören Sie mehr zu dem Thema im  domradio-Interview mit Claus-Peter Hasse, dem Projektleiter der Ausstellung.

Ministerpräsident würdigt Ausstellung
Die Präsentation "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962 bis 1806" ist zusammen mit dem Deutschen Historischen Museum in Berlin als Doppelausstellung angelegt. Während in Magdeburg die Zeit bis zum Ausgang des Mittelalters thematisiert wird, liegt der Schwerpunkt in Berlin auf der Zeit zwischen 1495 und 1806. Der Ausstellungsteil in der Bundeshauptstadt wird an diesem Sonntag eröffnet.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer würdigte die Ausstellung als "wichtigen Beitrag zum zusammenwachsenden Europa". Das moderne Europa sei ohne die Geschichte des Reiches nicht denkbar, erklärte Böhmer bei der Eröffnung im Magdeburger Dom. Eine Vertiefung des europäischen Integrationsprozesses werde letztlich nur gelingen, wenn Europa wisse, an was es anknüpfen und wovon es sich lösen müsse, betonte der CDU-Politiker.

Ehrentitel "Europaratsausstellung"
Anlass der Ausstellung ist das Ende des Reiches vor 200 Jahren, das Kaiser Franz II. mit der Niederlegung der Kaiserkrone 1806 besiegelt hatte. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler wird bis 10. Dezember in Berlin und Magdeburg über eine politische Struktur informiert, die über die Grenzen von Völkern und Religionen hinweg große Teile des heutigen Europa verband.

Zu den herausragenden Exponaten in der Elbestadt zählt etwa die Liederhandschrift "Codex Manesse" aus Heidelberg von Anfang des 14. Jahrhunderts. Dem Ausstellungsprojekt wurde der Ehrentitel "Europaratsausstellung" verliehen, die in Magdeburg zusätzlich als Landesausstellung firmiert. In beiden Städten ist die Präsentation für Besucher von Montag an zugänglich. Die Ausstellung in Magdeburg ist bis zum 10. Dezember täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
(epd)