Katholische Kirche öffnet etwa 1.500 Bauwerke am Denkmaltag

"Machet auf das Tor..."

Auch sie öffnen wieder ihre Pforten: In rund 1.500 katholischen Kirchen und weiteren kirchlichen Bauten werden am bundesweiten "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag Sonderprogramme und Führungen für Besucher angeboten.

Symbolbild: Offene Kirchentür / © Benjamin Haas (shutterstock)
Symbolbild: Offene Kirchentür / © Benjamin Haas ( shutterstock )

Das teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Montag in Bonn mit. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat den Denkmal-Tag in diesem Jahr unter das Motto "Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur" gestellt. Bundesweit öffnen etwa 8.000 Baudenkmale, Privathäuser und archäologische Stätten ihre Türen.

Die katholische Kirche beschäftigt sich den Angaben zufolge mit ihrer Rolle in der Kunstgeschichte. "Die Kirchenkunst- und Sakralarchitektur-Geschichte belegt, dass sich die Kirche seit 1.700 Jahren immer wieder mit der künstlerischen Avantgarde verbündet hat und mit ihren Gotteshäusern, Klosteranlagen und Kunstschätzen stilbildend auch in den säkularen Bereich hinein war", so die Bischofskonferenz.

Stiftung Denkmalschutz koordiniert den Tag

Immer wieder in den vergangenen Jahrhunderten habe die Kirche bei Künstlern "Talentscouting" betrieben und diese gefördert. Ein Beispiel aus dem Barock sei der Bergbauernsohn Johann Dientzenhofer, der eine damalige Architektur-Koryphäe wurde.

In der NS-Zeit habe sich die katholische Kirche mit modernen Kirchenbauten "bewusst gegen den nationalistisch-reaktionären Stil" gewandt, hieß es weiter. So habe sie "moderne Meister" wie Dominikus Böhm, Albert Bosslet und Josef Franke mit Arbeiten betraut.

Seit 1993 koordiniert die Stiftung Denkmalschutz den Tag bundesweit. Sie setzt sich nach eigenen Angaben für den Erhalt bedrohter Baudenkmale in Deutschland ein. Seitdem konnte sie demnach rund 5.000 Denkmale mit rund 580 Millionen Euro vor dem Verfall retten helfen.

Quelle:
KNA