Maas: Zuspitzung in Idlib verhindern - 150 Millionen Euro für IKRK

 (DR)

Außenminister Heiko Maas (SPD) will sich in Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow am Freitag bemühen, eine syrische Großoffensive gegen die Rebellenhochburg Idlib abzuwenden. "Trotz aller Gespräche der letzten Tage haben wir die Sorge, dass wir sehenden Auges in einen Abgrund menschlichen Leides zusteuern", sagte Maas am Donnerstag in Berlin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer. Der Minister sagte, Deutschland habe dem IKRK 150 Millionen Euro zugesagt, die auch für die Hilfe im Syrien-Konflikt eingesetzt werde.

Die syrische Armee hat Truppen zusammengezogen und bereitet einen Angriff auf die Provinz im Nordwesten des Landes vor, in dem sich neben Zehntausenden Bewaffneten, darunter vielen Extremisten, auch etwa drei Millionen Zivilisten befinden. Idlib ist das letzte große Gebiet des Bürgerkriegslandes, das noch von Rebellen beherrscht wird. Dominiert werden diese von dem Al-Kaida-Ableger Haiat Tahrir al-Scham, der früheren Al-Nusra-Front (dpa, 13.09.2018).