Pontifikalamt im Paderborner Dom

Libori-Festwoche 2018 – Hochfest des heiligen Liborius im Erzbistum Paderborn

In Paderborn ist am Wochenende das traditionelle Libori-Fest eröffnet worden. In seiner Predigt am Sonntag kritisierte Erzbischof Hans-Josef Becker den Unfrieden unter den Völkern und im alltäglichen Leben der Menschen.

 Libori-Fest im Erzbistum Paderborn  / © J.-Nicolas Ottersbach (DR)
Libori-Fest im Erzbistum Paderborn / © J.-Nicolas Ottersbach ( DR )

DOMRADIO.DE übertrug im Internet-TV am Hochfest des Hl. Liborius im Erzbistum Paderborn das Pontifikalamt aus dem Paderborner Dom mit Erzbischof Hans-Josef Becker und weiteren Bischöfen.

Der Paderborner Domchor und die Paderborner Domkantorei sowie Mitglieder der Niedersächischen Staatskapelle unter der Leitung von Thomas Berning führten die Missa in C, KV 220, die so genannte Spatzenmesse, von Wolfgang Amadeus Mozart auf. An der Orgel: Tobias Aehlig. Es folgt die Prozession mit dem Reliquienschrein durch die Stadt.

In seiner Predigt am Sonntag kritisierte Becker Unfriede unter den Völkern und im alltäglichen Leben der Menschen. "Unfriede ist überall, wo sich Stärkere auf Kosten der Schwachen rücksichtslos durchsetzen." Der christliche Glaube aber habe ein Rezept: "Jesus Christus, unser Friede". Wurzel allen Unfriedens sei eine Entfremdung von Gott, so Becker. Der Unfriede sei Folge einer Nichtbeachtung seiner Wege und Weisungen. Schuld sei die "Ich-Besessenheit, in der der Mensch selbst Ziel und Weg seines Lebens bestimmen will". Nur die Versöhnung mit Gott könne Grundlage des Friedens unter den Menschen sein. "Je mehr wir uns an ihn halten, umso mehr können wir für den Frieden tun."

Der Glaube an Gott führe zum richtigen Ausgangspunkt, nämlich mit der Macht der Liebe das Böse zu besiegen, sagte der Erzbischof. Im Anschluss an den Festgottesdienst wurde der Schrein mit den Gebeinen des Heiligen Liborius in einer Prozession durch die Stadt getragen.

Das diesjährige Libori-Leitwort „behütet und bedacht“ spricht die Sehnsucht nach Schutz und Beheimatung an, die viele Menschen heute empfinden. Für Paderborner, aber auch Mitfeiernde aus nah und fern, bietet das Libori-Fest dieses Heimatgefühl: Mit der Atmosphäre im Dom, der Prozession mit dem Reliquienschrein, den Libori-Liedern und der Stimmung in der Stadt erscheint das Fest wie ein „Heimathafen“. „behütet und bedacht“, das ist auch das Motto des 950jährigen Weihejubiläums des Imad-Doms, das das Erzbistum in diesem Jahr begeht. In seinem Grußwort zum Libori-Fest schreibt Erzbischof Hans-Josef Becker: „Behütet und bedacht werden wir vom Hohen Dom und von jedem Gotteshaus, das für uns ein schützender Raum ist. Die Zusage seines Schutzes schenkt Gott auch durch die Heiligen.“ Daher liege es nahe, das Patronatsfest des heiligen Liborius ebenfalls unter diese Leitwort zu stellen.

Quelle: https://www.erzbistum-paderborn.de/43-Erzbistum/142-Liborius/167-Libori-Fest/23370,%84beh%FCtet-und-bedacht%93.html

Libori ist Paderborns „fünfte Jahreszeit“ und steht für die drei "K": Kirche, Kultur und Kirmes. Kirche und Stadt feiern damit den Todestag des hl. Liborius (23. Juli), Schutzpatron des Domes, des Bistums und der Stadt. Das Gesamtprogramm umfasst eine Fülle von Veranstaltungen vom 28. Juli bis zum 5. August 2018.

Erzbischof Becker (EPB)
Erzbischof Becker / ( EPB )
 Libori-Fest im Erzbistum Paderborn  / © J.-Nicolas Ottersbach (DR)
Libori-Fest im Erzbistum Paderborn / © J.-Nicolas Ottersbach ( DR )
Quelle:
KNA