Laut Umfrage fasten immer mehr Menschen

Verzicht auf Süßigkeiten ist en vogue

Im Vergleich zum Vorjahr geben mehr Menschen an, schon einmal oder mehrfach gefastet zu haben. Steigenden Zuspruch findet das Intervallfasten - und ein Produkt dürfte ab Aschermittwoch besonders selten verzehrt werden.

Süßigkeiten auf einen Haufen  (shutterstock)

Knapp die Hälfte der Menschen in Deutschland hat schon gefastet. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov für die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) hervor. 

Hatten im vergangenen Jahr 40 Prozent der Befragten angegeben, schon einmal oder mehrfach gefastet zu haben, waren es in diesem Jahr 42 Prozent (24 Prozent: einmal, 18 Prozent: mehrmals).

Mehrheit fastet Süßigkeiten und Snacks 

Mit Abstand die meisten Befragten, die bereits gefastet haben, haben demnach auf Süßigkeiten und Snacks verzichtet, nämlich 43 Prozent. Intervallfasten hat ein gutes Drittel ausprobiert (38 Prozent), das sind mehr als im Vorjahr (35 Prozent). 

Dagegen versuchen sich etwas weniger Menschen am Heilfasten, also dem Verzicht auf jegliche feste Nahrung und Genussmittel (2023: 24 Prozent; 2024: 22 Prozent). Auf Alkohol, Tabak und andere Genussmittel haben demnach 35 Prozent in der Vergangenheit verzichtet.

Fasten fasziniert zunehmend junge Menschen 

Unter jungen Menschen scheint das Fasten auf Interesse zu stoßen: Ein Viertel der Befragten zwischen 18 und 24 Jahren erklärte, schon einmal gefastet zu haben, 16 Prozent mehrmals. Bei der Altersgruppe 55 plus haben dagegen 61 Prozent noch nie gefastet. 

Ein Viertel der jüngsten Befragten hat das Bastenfasten ausprobiert, also auf tierische Produkte, Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und Alkohol verzichtet. Die meisten lassen jedoch auch in dieser Altersgruppe die Süßigkeiten weg (41 Prozent). 

Christliche Vorbereitung auf das Osterfest 

Insgesamt hält sich die Waage, wie leicht oder schwer den Einzelnen das Fasten fällt. Zwölf Prozent erklärten, es falle ihnen "sehr schwer", zehn Prozent fällt es dagegen nach eigenen Worten "sehr leicht". Als eher schwer empfinden es 39 Prozent, als eher leicht 37 Prozent. 

YouGov befragte den Angaben zufolge 2.149 Personen repräsentativ. Am Aschermittwoch (14. Februar) hat die 40-tägige christliche Fastenzeit begonnen, die bis Ostern dauert. 

Die Sonntage gelten offiziell nicht als Fastentage. Seit dem fünften Jahrhundert gehört das Fasten zur christlichen Vorbereitung auf das Osterfest.

Fastenzeit

Die 40-tägige christliche Fastenzeit beginnt Aschermittwoch und endet am Gründonnerstag vor Ostern. Seit dem 5. Jahrhundert rückte während der Vorbereitung auf Ostern das Fasten in den Mittelpunkt. Da an Sonntagen nicht gefastet werden sollte und sie deshalb nicht als Fastentage gezählt werden, wurde der Beginn der Fastenzeit offenbar im sechsten oder siebten Jahrhundert vom sechsten Sonntag vor Ostern auf den vorhergehenden Mittwoch, den Aschermittwoch, vorverlegt.

Fastenzeit / © Tomasetti (DR)
Fastenzeit / © Tomasetti ( DR )
Quelle:
KNA