Landvolkbewegung: Langfristige Veränderung der Agrarstrukturen

 (DR)

Die Katholische Landvolkbewegung Deutschland (KLB) begrüßt die von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in Aussicht gestellten Entschädigungen für Landwirte. Der trockene und heiße Sommer zeige die Abhängigkeit landwirtschaftlicher Betriebe von äußeren Einflüssen, teilte die KLB am Mittwoch in Bonn mit. Neben schnellen Maßnahmen brauche es auch langfristig Veränderungen.

Die aktuelle Dürre gebe zudem Anlass, den Blick auf die "sich dramatisch verändernden Agrarstrukturen zu richten". Die intensive Nutzung von Flächen, immer größere Einheiten und Spezialisierung seien nicht geeignet, mit den sich ändernden Klimabedingungen zurecht zu kommen.

Nach Ansicht der KLB sollten die staatlichen Hilfen nicht zuerst den großen, industriellen Betrieben zukommen, sondern kleinere Landwirtschaftsbetriebe unterstützen. Auch könnten sich Landwirte gegenseitig unterstützen, etwa durch Futtertausch und Futterbörsen.

Zudem solle das Futter vorrangig Tieren zukommen und nicht zuerst in Biogasanlagen verbrannt werden. (kna, 23.08.2018)