Seit dem 1. März 2026 lebt und arbeitet der Künstler Christian Behre im Rahmen des "Artist in Residence"-Programms der Künstlerseelsorge Köln und der Künstler-Union Köln (KUK) in der Kirche St. Maria in Lyskirchen. Nun stellt er die Ergebnisse seines Projekts "Rekonstruktion & Simulation" vor – eine künstlerische Auseinandersetzung mit zerstörten und verschollenen Kunstwerken, die ab dem 28. April für zwei Wochen zu sehen sein wird.
Kunst als Spiegel von Verlust und Erinnerung
Behres Projekt untersucht, welche Rolle der Verlust von Kunstwerken für die Gegenwart spielt. "Mein Ansatz war es, Verlorenes oder Zerstörtes wieder erlebbar zu machen", erklärt der Künstler. Gleichzeitig wollte er die Umstände des Verlusts sichtbar machen.
Im Zentrum steht die Rekonstruktion zweier identischer Versionen eines zerstörten Kunstwerks – eine davon wird im Verlauf der Ausstellung bewusst zerstört. "Durch dieses Spannungsfeld zwischen Rekonstruktion und Verlust entsteht eine Reflexion über Erinnerung, Vergänglichkeit und kulturelles Gedächtnis", so Behre.
Dialog mit der Gemeinde als zentralem Bestandteil
Das "Artist in Residence"-Programm schafft "kreative Räume für neue Perspektiven auf Glauben, Kunst und Gesellschaft", betont Patrick Oetterer, Diakon und Künstlerseelsorger im Erzbistum Köln. "Die direkte Begegnung zwischen Künstler und Gemeinde ist dabei von besonderer Bedeutung." Behre, der seit 2018 an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, sieht im Austausch mit den Gläubigen eine "wesentliche Inspiration" für sein Werk.
Ausstellung und Vernissage
Die Ausstellung "Rekonstruktion & Simulation" wird am 28. April um 19:00 Uhr in St. Maria in Lyskirchen eröffnet und ist bis zum 12. Mai täglich von 10:00 bis 17:30 Uhr zu besichtigen.