Eines vorweg: Wir betreten nun den Bereich der Legenden und magischen Bräuchen, die unsere Vorfahren so ersonnen haben.
Demnach haben an Karfreitag gelegte Eier besondere Kräfte und waren so kostbar, dass man sie oftmals gar nicht aß.
Schutz durch Karfreitags-Eier
Karfreitags-Eier hat man in dunkle Gefäße gelegt und „austrocknen lassen“, denn – so der Aberglaube, ein echtes Karfreitags-Ei wird nicht stinkig.
Als Schutz gegen Feuer und Gewittert hat man die Eier daher dann in die gute Stube gelegt oder man hat sie zum Beispiel an allen vier Ecken unter der Scheune vergraben, um Ernte und Vieh zu schützen. Dieser Schutz hielt dann ein Jahr lang.
Nur roh verzehrt
Wenn, dann wurden die Eier am Karfreitag selbst roh gegessen. Wer das tat, der sollte dann, dem Volksglauben nach, ein Jahr lang gegen Bruchleiden geschützt sein.
Karfreitags-Eier wurden auch an kalbende Kühe verfüttert oder die Schale der aufbewahrten Karfreitagseier das ganze Jahr über als Heilmittel kranken Tieren unters Futter gemischt.