Konflikt um aktive Sterbehilfe in Belgien

Keine Lösung in Sicht

Brüder der Nächstenliebe möchten die aktive Sterbehilfe in ihren Pflegeeinrichtungen einführen. Ihr Ordensobere ist damit nicht einverstanden. Der Vatikan schiebt die Entscheidung indes in die Länge. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Bischöfe sind gegen Sterbehilfe / © Jörg Loeffke (KNA)
Bischöfe sind gegen Sterbehilfe / © Jörg Loeffke ( KNA )

Der Konflikt um aktive Sterbehilfe für Menschen mit psychischen Leiden in den Kliniken der Brüder der Nächstenliebe (Broeders van Liefde) ist weiterhin nicht gelöst. "Der Vatikan hat uns eine Verlängerung gegeben, bis sich der Vorstand Anfang kommender Woche trifft", sagte der Leiter der Kliniken, Koen Oosterlinck.

Derzeit sei jedoch noch keine Lösung gefunden worden, so Oosterlinck.

Bitte um Distanz

Im August hatte der Ordensobere in Rom, Rene Stockman, von den drei Brüdern, die im Vorstand sitzen, gefordert, sich von der aktiven Sterbehilfe für psychisch Kranke bis Anfang September zu distanzieren.

Seit der Gründung in Gent 1807 engagiert sich der Orden "Broeders van Liefde" besonders in der Pflege von psychisch Kranken.

In Belgien betreuen sie 5.500 Patienten und sind in Flandern für ein Drittel der Betten im Bereich psychischer Erkrankungen verantwortlich. Weltweit hat der Orden weltweit 603 Mitglieder und ist in 31 Ländern aktiv.

Quelle:
KNA
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