Kolpingjugend mit Erklärung für Demokratie und Weltoffenheit

Gegen fremdenfeindliche Hetze

Mit einer Erklärung für Demokratie will die Kolpingjugend an diesem Samstag in Frankfurt am Main ein Zeichen für Weltoffenheit setzen. In ihrer Erklärung verurteilt die Organisation fremdenfeindliche Aktionen und Hetze.

Kolping-Tag / © Kolping (Kolping)
Kolping-Tag / © Kolping ( Kolping )

In Zeiten globaler Umbrüche und zunehmender Unsicherheit dürften Menschen nicht auf "Versprechungen rechter Protagonisten hereinfallen", teilte der Verband am Freitag in Köln mit. Die Erklärung wurde am Samstag um 12.00 Uhr auf dem Roßmarkt in Frankfurt in einer öffentlichen Veranstaltung verlesen.

Kolping-Bundesleitung: Handeln dringend hinterfragen

"In Zeiten von zunehmendem Fremdenhass, Gewalt und sprachlichen Entgleisungen wollen wir als Kolpingjugend unbedingt ein Zeichen gegen diese erschreckenden Entwicklungen setzen", erklärte Julia Mayerhöfer von der Bundesleitung. "Wir rufen all jene, die mit rechten Strömungen und Parteien sympathisieren, auf, ihr Handeln dringend zu hinterfragen."

In der Erklärung heißt es, dass sich seit dem Flüchtlingszuzug vor drei Jahren die Stimmung in Deutschland "nicht zum Besseren" verändert habe. "Hierzulande, aber auch in vielen Teilen Europas, entwickeln sich seit geraumer Zeit gesellschaftliche Strömungen und Bewegungen, die - wie zum Beispiel Pegida - ganz offen fremdenfeindliche Hetze betreiben."

Damit rechtes Gedankengut nicht salonfähig werde

Mit dem Einzug der AfD in den Bundestag im vergangenen Jahr sei es zudem zu "tiefgreifenden Veränderungen" in der Politik gekommen. Die Kolpingjugend wendet sich dagegen, dass rechtes Gedankengut in der gesellschaftlichen Mitte "salonfähig" wird. Auch würdigt die Kolpingjugend den Gedanken der europäischen Einigung.

Die Kolpingjugend ist ein katholischer Jugendverband mit nach eigenen Angaben rund 42.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Der Verband als Teil des Kolpingwerkes will sich ehrenamtlich für soziale Gerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft engagieren.

Quelle:
KNA