Der Kölner Ehrendomherr Prälat Paul Knopp ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Er wurde am 21. Mai 1938 in Düsseldorf geboren und studierte von 1958 bis 1965 Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Am 10. Oktober 1964 empfing er dort durch Julius Kardinal Döpfner die Priesterweihe.
Nach einer Kaplanszeit in Türnich wirkte Knopp von 1968 bis 2000 als Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde in Rom und unterrichtete zugleich Religion an der Deutschen Schule. 1975 wurde er zum Monsignore, 1985 zum Ehrenprälaten ernannt. Parallel absolvierte er an der Gregoriana ein weiterführendes Studium.
Nach seiner Rückkehr nach Köln war Knopp bis 2010 Referent für Liturgie, Spiritualität und geistliche Gemeinschaften in der Hauptabteilung Seelsorge des Generalvikariates. Zudem übernahm er ab 2002 die Pfarrstelle an der Basilika St. Kunibert und war seit 2005 auch als Pfarrvikar in den Pfarreien St. Agnes, St. Kunibert und St. Ursula tätig.
2013 trat er in den Ruhestand, blieb jedoch als Subsidiar weiterhin seelsorglich aktiv. Von 2015 bis 2025 wirkte er zudem als Subsidiar an der Domkirche. 2018 ernannte ihn das Domkapitel auf Vorschlag von Rainer Maria Kardinal Woelki zum Ehrendomherrn.
Am 18. August 1986 wurde Knopp mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
Mit einem Augenzwinkern bemerkte er einmal gegenüber DOMRADIO.DE zu seiner Anrede: In Köln werde er in kirchlichen Kreisen meist als 'Herr Prälat Knopp' angesprochen – außerhalb davon genüge schlicht 'Herr Knopp'. Dazu erzählte er die Anekdote eines Mitbruders, der sich in einer Arztpraxis als "Prälat" vorstellte und daraufhin gefragt wurde, ob dies sein Vorname sei. Ebenso stellte Knopp humorvoll klar, dass er "nie Papst werden" wollte.
Das Domkapitel würdigt Paul Knopps langjähriges Wirken und seinen engagierten priesterlichen Dienst.