Köln hält an Pferden und Kutschen im Rosenmontagszug fest

Ein Alaaf für vier Hufe

Die Karnevalssession 2019 wirft bereits ihre Schatten voraus: Trotz eines Unfalls mit mehreren Verletzten beim jüngsten Rosenmontagszug sollen im kommenden Jahr erneut Pferde und Kutschen teilnehmen - aber unter verschärften Bedingungen.

Pferde im Karnevalsumzug / © Henning Kaiser (dpa)
Pferde im Karnevalsumzug / © Henning Kaiser ( dpa )

"Bei näherer Betrachtung ist es nicht nur die fast 200 Jahre alte Tradition, die gegen ein Pferdeverbot spricht", erklärte Zugleiter Alexander Dieper.

Einigen Karnevalsgesellschaften wäre auch die Existenzgrundlage entzogen worden, weil sich ihr gesamtes Vereinsleben um Pferde drehe. Das halte man nach einem Unfall, der nach eigenen Untersuchungen von Störern verursacht worden sei, für falsch.

Unfall beim Umzug 2018

Beim Rosenmontagszug 2018 waren in Köln zwei Pferde einer Kutsche durchgegangen, nach Angaben des Festkomitees Kölner Karneval wurden vier Menschen verletzt. Die Karnevalisten gehen davon aus, dass ein Wurfgeschoss unbekannter Täter dafür verantwortlich war. Der Vorfall hatte unter anderem dazu geführt, dass beim nächsten Rosenmontagszug in Düsseldorf keine Pferdekutschen mehr eingesetzt werden sollen. Der Einsatz der Tiere wird von Tierschützern oft kritisiert.

Stress für Pferde minimieren

In Köln sollen nun mehrere Maßnahmen dafür sorgen, den Stress für die Pferde zu minimieren. Dazu zählt eine stärkere Regulierung der Musik. Insgesamt sollen die Einsatzzeiten der Tiere auch verringert werden. An kritischen Stellen wird der Zugweg mit Gittern schmaler gemacht.

Quelle:
dpa