Kitas und Denkmalschutz

 (DR)

Die evangelische und die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen fordern Finanzhilfen des Landes bei der Finanzierung ihrer Kindertagesstätten und für den Erhalt von Baudenkmälern. "Wenn wir nicht anders mitfinanziert werden, können wir die bisherigen Kitas nicht weitertragen", sagte Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck beim Symposium zum Verhältnis von Staat und Kirche im Landtag. Die jüngst vom Landtag beschlossene Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) habe nicht das Problem der Kostensteigerungen der Kitas gelöst. Der effektive Eigenanteil der kirchlichen Träger liege inzwischen bei bis zu 17 Prozent der Betriebskosten. Bei den staatlichen Kostenbeiträgen klaffe zunehmend eine Lücke zu den realen Lohnsteigerungskosten.

Die westfälische Präses Annette Kurschus kritisierte die Streichung der Landeszuschüsse für den Denkmalschutz. Die katholischen Bistümer und evangelischen Landeskirchen besäßen 6000 Baudenkmäler, die mit jährlich 130 Millionen Euro denkmalgerecht instandgehalten würden. Durch die Umstellung der Landesförderung auf Darlehensbasis seien die Kirchen mit dem Erhalt der Gebäude zunehmend finanziell überfordert. Kirchengebäude seien aber besonders im ländlichen Raum noch kulturstiftend. Deshalb trage auch der Staat die Verantwortung, die Baudenkmäler mitzuerhalten. (dpa)