Kirchenvertreter beraten über Fortsetzung von Reformdialog

Im stetigen Austausch

Am Donnerstag und Freitag wollen rund 100 Vertreter des kirchlichen Lebens in Essen über Folgen des "Gesprächsprozesses" beraten. Der bundesweite Reformdialog der Kirche war vor einem Jahr mit einem Forum zu Ende gegangen.

Kardinal Woelki spricht auf der Schlussrunde des Gesprächsprozesses 2015 in Würzburg / © Harald Oppitz (KNA)
Kardinal Woelki spricht auf der Schlussrunde des Gesprächsprozesses 2015 in Würzburg / © Harald Oppitz ( KNA )

Die Tagung zur "Wirkung und Nachhaltigkeit" findet in der Katholischen Akademie "Die Wolfsburg" in Mülheim an der Ruhr statt. Den Anstoß zu der Initiative hatte im September 2010 Erzbischof Robert Zollitsch, damals Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, gegeben. Ein Ziel war, nach dem wenige Monate zuvor bekanntgewordenen Missbrauchsskandal verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Zuletzt hatten die Bischöfe im Februar noch einmal bekräftigt, den Austausch fortsetzen zu wollen.

Geändertes Arbeitsrecht gehört zu Ergebnissen

Beispielhaft für bereits in Gang gesetzte Diskussionen und Reformen stehen Änderungen im kirchlichen Arbeitsrecht oder die Positionen der deutschen Bischöfe zum Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen, die in die Beratungen der jüngsten Weltbischofssynode in Rom zu Ehe und Familie eingebracht wurden. Zu den weiteren Ergebnissen des Dialogprozesses gehört die Selbstverpflichtung der Bistümer, den Anteil von Frauen in kirchlichen Führungspositionen zu erhöhen.

Zu den Teilnehmern an der Tagung in Mülheim an der Ruhr gehören der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, sein Amtsbruder aus Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, der künftige Limburger Bischof Georg Bätzing sowie der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg.

 

Quelle:
KNA
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