Kirche verkauft Schmuck für Restaurierung

Erbschaften aus DDR-Zeit

Wer noch auf der Suche nach einem originellen Weihnachtsgeschenk ist, wird vielleicht im Erfurter Dom fündig: Denn am Sonntag verkauft das Domkapitel Schmuck. Viele Stücke stammen aus Erbschaften der DDR-Zeit.

Erfurter Dom und Severikirche / © Roger Hagmann (KNA)
Erfurter Dom und Severikirche / © Roger Hagmann ( KNA )

Das Domkapitel verkauft am Sonntag im Kapitelsaal des Domes Schmuck und Uhren, die aus Erbschaften an das Domkapitel stammen, wie das Bistum Erfurt am Mittwoch mitteilte. Der Wert der Einzelstücke bewege sich nach Expertenschätzung zwischen 50 Cent und rund 1.800 Euro. Der Erlös der Aktion soll in die Restaurierung des Marienmosaiks im Dom fließen.

Laut Domkapitel stammt ein Großteil der Schmuckstücke aus Erbschaften der DDR-Zeit und sollte für die Anschaffung oder Reparatur liturgischer Geräte benutzt werden. Im sozialistischen Deutschland waren Edelmetalle Mangelware. Brauchte eine Kirche etwa einen neuen Kelch, musste sie Gold und Silber selber besorgen. Das benötigte Material gewann man aus sogenanntem Altmaterial wie Schmuck, Tafelsilber oder was auch immer Edelmetall enthielt.

Quelle:
KNA