Kirche in Spanien plädiert für Legalisierung von Migranten

"Ethisch und demokratisch"

Die katholische Kirche in Spanien wirbt für eine Legalisierung hunderttausender illegaler Einwanderer. An einer Unterschriftensammlung der spanischen Caritas beteiligten sich nach eigenen Angaben mehr als 700.000 Menschen.

Blick auf die Kathedrale von Sevilla mit spanischer Flagge im Vordergrund / © Farbregas Hareluya (shutterstock)
Blick auf die Kathedrale von Sevilla mit spanischer Flagge im Vordergrund / © Farbregas Hareluya ( shutterstock )

Die in Spanien regierenden Sozialisten von Ministerpräsident Pedro Sanchez kündigten daraufhin am Dienstag an, eine einschlägige Gesetzesinitiative im Parlament zu unterstützen. Durch diese könnten rund 500.000 illegal im Land lebende Migranten einen regulären Aufenthaltsstatus bekommen.

Mehrheit scheint wahrscheinlich zu sein

Auch der linke Koalitionspartner Sumar und mehrere Regionalparteien sind offen für den Vorschlag, weshalb eine Mehrheit wahrscheinlich erscheint.

Papst Franziskus übergibt das Pallium an Luis Javier Argüello Garcia, Erzbischof von Valladolid (Spanien). / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus übergibt das Pallium an Luis Javier Argüello Garcia, Erzbischof von Valladolid (Spanien). / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Während die oppositionellen Konservativen vor einem "Magneteffekt" warnten, begrüßte der Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz, Luis Argüello, den Vorstoß als "ethisch und demokratisch".

Schließlich gehe es um die Würde Tausender Menschen, so der Erzbischof von Valladolid.

 

Quelle:
KNA