Kein generelles Interview-Verbot bei Weltsynode

Es kommt nicht gleich die Polizei

Bei der im Vatikan tagenden Weltsynode sind keine Sanktionen gegen Teilnehmer vorgesehen, die Interviews geben. Jeder Teilnehmer sei aufgerufen, selbst verantwortliche Entscheidungen zu treffen, sagte Paolo Ruffini.

Teilnehmer der Weltsynode verlassen die Audienzhalle nach einer Sitzung / © Paolo Galosi/Romano Siciliani (KNA)
Teilnehmer der Weltsynode verlassen die Audienzhalle nach einer Sitzung / © Paolo Galosi/Romano Siciliani ( KNA )

Angesprochen auf eine Interviewäußerung von Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller vom Vortag erklärte der vatikanische Kommunikationsdirektor am Freitag, es werde in solchen Fällen nicht gleich die Polizei kommen.

Zu Vertraulichkeit und Verschwiegenheit verpflichtet

In der Geschäftsordnung der Bischofssynode heißt es, dass die Teilnehmer bezüglich eigener oder fremder Redebeiträge bei der Synode zu Vertraulichkeit und Verschwiegenheit verpflichtet seien.

Müller hatte in seinem Interview allgemein von einer "sehr guten Erfahrung" in seiner Arbeitsgruppe gesprochen.

Weltsynode 2021-2024

Mit der Weltsynode hat Papst Franziskus in der katholischen Kirche etwas Neues geschaffen. Erstmals werden bei einer Synode Nicht-Bischöfe und Nicht-Priester im großen Umfang ein Stimmrecht haben, darunter auch Frauen.

Inhaltlich soll es vor allem um neue Wege der Mitwirkung der kirchlichen Basis bei wichtigen Entscheidungen in der katholischen Kirche gehen. Obwohl erstmals auch nicht geweihte Männer und Frauen ein Stimmrecht haben, handelt es sich kirchenrechtlich um eine Bischofssynode.

Eröffnung der Weltsynode im Oktober 2021 / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Eröffnung der Weltsynode im Oktober 2021 / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA