Kardinal Woelki gedenkt der Patronin Europas

Leidenschaftliche Wahrheitssucherin

Zum Gedenktag der Heiligen Edith Stein an diesem Dienstag hat Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki an die Märtyrerin erinnert und am Kölner Edith-Stein-Denkmal eine Kerze angezündet. Die Ordensfrau wurde in Auschwitz ermordet.

Kardinal Woelki am Edith-Stein-Denkmal in Köln (Erzbistum Köln)

"Edith Stein hat leidenschaftlich die Wahrheit gesucht. Sie wollte sehen und verstehen, was im Menschen, was mit den Menschen, was über den Menschen ist. Und sie wollte den festhalten und in dem stehen, der allein uns Menschen Halt und Stand gibt", sagte Kardinal Woelki anlässlich des Gedenktages.

Vor 80 Jahren wurde Teresia Benedicta a Cruce - so der Ordensname der Karmelitin Edith Stein, von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager in Auschwitz ermordet.

Heilige und Patronin Europas

Edith Stein, Ordensname Teresia Benedicta a Cruce OCD oder auf Deutsch Teresia Benedicta vom Kreuz, wurde am 12. Oktober 1891 in Breslau geboren. Die deutsche Philosophin jüdischer Herkunft wurde 1922, also vor 100 Jahren, durch die Taufe in die katholische Kirche aufgenommen. 1933 wurde sie Unbeschuhte Karmelitin und trat in den Kölner Karmel ein. Dort lebte sie vom 14.10. 1933 bis zum 31.12. 1938. Am 9. August 1942 wurde sie Opfer des Holocaust im KZ Auschwitz-Birkenau.

Papst Johannes Paul II. sprach Edith Stein am 1. Mai 1987 in Köln als Märtyrerin selig, am 11. Oktober 1998 in Rom heilig. Im Jahr 1999 erklärte der Papst Edith Stein zu einer der Patroninnen Europas.

Edith-Stein-Denkmal

Am Börsenplatz in Köln, direkt vor dem Erzbischöflichen Priesterseminar, steht ein Denkmal, das drei Frauen zeigt. Erschaffen hat dieses Bronzedenkmal, das 1999 eingeweiht wurde, der Düsseldorfer Bildhauer Bert Gerresheim. Es trägt den Namen Gruppenbild einer Heiligen.

Edith Stein (Teresia Benedicta a Cruce) - Lebenslauf

 (DR)
Edith Stein

Karmelitin (OCD), Philosophin, Märtyrin, Heilige, Mitpatronin Europas

12. Okt. 1891: geboren in Breslau als Tochter einer jüdischen Familie

1911-1915: Studium der Psychologie, Germanistik, Geschichte und Philosophie in Breslau und Göttingen

1915: freiwilliger Dienst im Seuchenlazarett in Mährisch-Weißkirchen

1916: Promotion zum Dr. phil an der Universität Freiburg

1916-1918: Assistentin ihres Doktorvaters Edmund Husserl in Freiburg

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