Kardinal Marx würdigt Wikipedia zum 25-jährigen Bestehen

"Freier Zugang zu Wissen"

Wikipedia steht schon seit 25 Jahren für frei zugängliches Wissen für alle. Zu diesem Anlass gratuliert der Münchner Kardinal Reinhard Marx. Er warnt aber auch vor den Gefahren und mahnt einen kritischen Umgang an.

Symbolbild Wikipedia / © T. Schneider (shutterstock)

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx würdigt die Online-Enzyklopädie Wikipedia zum 25-jährigen Bestehen. Diese stehe seitdem für eine "große und zugleich anspruchsvolle Idee: dass jeder Mensch freien Zugang zu Wissen haben soll", erklärte der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der katholischen Deutschen Bischofskonferenz am Donnerstag in Sozialen Medien.

Wikipedia erinnere daran, dass verlässliche Information aus gemeinsamer Verantwortung, Dialog und dem beständigen Ringen um Wahrheit entstehe.

Engagement, Sachkenntnis und Verantwortungsbewusstsein

Über drei Millionen Artikel in der deutschsprachigen Version und weltweit Artikel in rund 340 Sprachen zeigten, welche Bedeutung das gemeinschaftlich erarbeitete Wissen habe. "Möglich wird das durch unzählige Freiwillige, die mit großem Engagement, Sachkenntnis und Verantwortungsbewusstsein Inhalte erstellen, prüfen und weiterentwickeln", so Marx. Die Autorinnen und Autoren bemühten sich dabei um Ausgewogenheit und Quellenorientierung.

Es gebe zugleich jedoch Verzerrungen, Interessenkonflikte und Versuche, eigene Ansichten durchzusetzen. "Gerade deshalb braucht es Aufmerksamkeit, Transparenz und eine kritische Nutzung dieses Angebots", erklärte der Kardinal. 

Reinhard Marx

Der Westfale Reinhard Marx (* 21. September 1953) ist seit 2008 Erzbischof von München und Freising. Der damalige Papst Benedikt XVI. hatte Marx vom Bischofsstuhl in Trier nach Bayern befördert. Dass Papst Franziskus sein Rücktrittsgesuch als Ortsbischof nach nur vier Wochen in einem äußerst persönlichen Antwortschreiben nicht angenommen hat, zeigt die besondere Verbindung der beiden.

Reinhard Kardinal Marx
 / © Julia Steinbrecht (KNA)
Reinhard Kardinal Marx / © Julia Steinbrecht ( KNA )
Quelle:
KNA