Kardinal Marx mahnt ein Jahr nach Anschlag in München

Kein Platz für Hass und Hetze

Am 13. Februar 2025 hatte ein Mann in München ein Auto in einen Demonstrationszug gesteuert. Zwei Menschen starben, 44 wurden verletzt. Ein Jahr später gedenkt die Stadt der Opfer. Der Münchner Erzbischof warnt vor Hass und Hetze.

Am 13. Februar 2025 hatte ein 25-Jähriger ein Auto in eine Demonstration gesteuert. Eine Mitarbeiterin der Stadt München und ihre zwei Jahre alte Tochter starben. 44 Menschen wurden verletzt. / © Matthias Balk (dpa)
Am 13. Februar 2025 hatte ein 25-Jähriger ein Auto in eine Demonstration gesteuert. Eine Mitarbeiterin der Stadt München und ihre zwei Jahre alte Tochter starben. 44 Menschen wurden verletzt. / © Matthias Balk ( dpa )

Ein Jahr nach einem Anschlag auf einen Demonstrationszug in München ruft der Münchner Erzbischof Reinhard Marx erneut zu Zusammenhalt auf: "Hassbotschaften und Hetze, für die manche das Leid nach diesem Anschlag instrumentalisierten, haben in unserer Gesellschaft keinen Platz", sagte Marx auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Reinhard Kardinal Marx / © Daniel Karmann (dpa)
Reinhard Kardinal Marx / © Daniel Karmann ( dpa )

Die Kirche wolle bei solchen Ereignissen ein Ort sein, an dem jeder Mensch mit seiner Trauer und seinen Ängsten aufgehoben sei, so der Kardinal weiter. "Der Münchner Dom, der ja Wahrzeichen der Stadt ist, in dem wir für die Opfer dieses Anschlags einen Gottesdienst feierten, ist auch ein Haus für alle Menschen, gleich welcher Religion oder Herkunft." Betroffene könnten dort nicht nur Trost finden, sondern die Gesellschaft versichere sich ihrer gemeinsamen Werte wie Solidarität, Nächstenliebe und Menschenwürde.

Gedenken am ersten Jahrestag

Am 13. Februar 2025 hatte ein 25-Jähriger ein Auto in eine Demonstration gesteuert. Eine Mitarbeiterin der Stadt München und ihre zwei Jahre alte Tochter starben. 44 Menschen wurden verletzt.

Eine Frau steht vor Blumen, Kerzen und Kuscheltieren, die in der Nähe der Stelle abgelegt worden sind, wo am 13.02.2025 ein Auto in eine Gruppe von Demonstranten gefahren war. / © Pia Bayer (dpa)
Eine Frau steht vor Blumen, Kerzen und Kuscheltieren, die in der Nähe der Stelle abgelegt worden sind, wo am 13.02.2025 ein Auto in eine Gruppe von Demonstranten gefahren war. / © Pia Bayer ( dpa )

Mitte Januar wurde der Prozess gegen den Mann eröffnet. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm zweifachen Mord und 44-fachen Mordversuch vor und geht von islamistischem Terrorismus als Motiv aus. Das Urteil wird im Sommer erwartet. 

Am ersten Jahrestag soll um 13 Uhr eine öffentliche Gedenkveranstaltung in der Seidlstraße 23-25 stattfinden. "Das Leid und die Folgen des Anschlags begleiten unsere Stadt bis heute – am Jahrestag werden Schmerz und Erinnerung besonders spürbar", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter "(SPD) laut Ankündigung.

Erzbistum München und Freising

Um das Jahr 724 kam der Heilige Korbinian aus Arpajon bei Paris als Wanderbischof nach Freising und predigte in Altbayern den christlichen Glauben. Er ist der geistliche Vater des Bistums Freising und des Erzbistums München und Freising. 739 wurde das Bistum Freising errichtet und entwickelte sich in der Folge zum kulturellen Zentrums Altbayerns. 

Türme des Liebfrauendoms in München / © FooTToo (shutterstock)
Türme des Liebfrauendoms in München / © FooTToo ( shutterstock )
Quelle:
KNA