In Assisi ist das Jubiläumsjahr aus Anlass des Todes des Heiligen Franziskus vor 800 Jahren eröffnet worden. Die Feierlichkeiten dauern bis zum 10. Januar 2027 an.
Wie das Portal "Vatican News" berichtet, waren an den dortigen Feierlichkeiten am Sonntag die Spitzen der franziskanischen Ordensgemeinschaften, der scheidende Bischof von Assisi, Domenico Sorrentino, sowie Vertreter staatlicher Institutionen beteiligt.
Bereits in den Jahren zuvor hatte es in Assisi und Umgebung erste Jubiläumsfeiern gegeben. So wurde 2023 die von Franziskus erfundene erste Krippe in Greccio gefeiert. 2024 gedachte man der wundersamen Stigmatisierung des Heiligen und 2025 seines berühmten Lobs auf die Schöpfung ("Sonnengesang").
Nationaler Feiertag
Aus Anlass des 800. Todesjahres von Italiens berühmtestem Heiligen stehen 2026 mehrere religiöse Feiern an. Höhepunkt ist der Todestag am 3. Oktober. Das Parlament in Rom hat vor drei Monaten mit großer Mehrheit den darauf folgenden Franziskus-Tag (4. Oktober) erneut auf Dauer zum gesetzlichen Feiertag für ganz Italien gemacht.
Bereits vom 22. Februar bis zum 22. März sollen die sterblichen Überreste des Heiligen aus dem Sarkophag entnommen und sichtbar zur Verehrung aufgebahrt werden. Schon über 300.000 Personen haben sich für einen Besuch angemeldet, wie die verantwortlichen Franziskaner-Minoriten (Konventualen), welche die Basilika San Francesco mit dem Grab des Heiligen betreuen, gegenüber DOMRADIO.DE berichten.
Bei der Eröffnungszeremonie des Jubiläumsjahres in der Kirche Santa Maria degli Angeli (Portiuncula) unterhalb von Assisi wurde am Sonntag eine Botschaft von Papst Leo XIV. an die Oberen der franziskanischen Ordensgemeinschaften verlesen.
Darin betont der Papst die Aktualität der radikalen Friedensbotschaft des weltweit populären Heiligen. Ferner wurde bekanntgegeben, dass die zuständige Buß-Behörde im Vatikan aus Anlass des Jubiläumsjahres einen vollkommenen Nachlass der Sündenstrafen (Ablass) gewährt. Er kann außer in Assisi weltweit in jeder Franziskus geweihten Kirche erlangt werden.
DOMRADIO.DE-Fanreise mit Schwester Katharina
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